Tiffert-Ära im Lößnitztal endet

Fußball Erzgebirge Aue lässt Routinier Christian Tiffert nach Halle ziehen

Aue. 

Aue. Die erste Vorspiel-Pressekonferenz im Jahr 2019 beim FC Erzgebirge Aue hat am Montag mit der Information über eine Personalentscheidung begonnen: Der Kumpelverein löst den Vertrag mit Routinier Christian Tiffert auf. Demnach möchte der 36-Jährige morgen beim Drittligisten Hallescher FC unterschreiben - bei seinem Heimatverein.

Tiffert hat im Erzgebirge viel erlebt

FCE-Präsident Helge Leonhardt informierte persönlich über ein Gespräch, das tags zuvor zwischen ihm und Tiffert stattgefunden hatte. "Es gab in der vorigen Woche verschiedene Spekulationen über Christian. Ich bin im Ausland gewesen und Christian rief mich am Donnerstagabend an, bat um ein persönliches Gespräch, da sich bei ihm kurzfristig etwas ergeben hätte." Am Sonntag habe man sich dann kameradschaftlich ausgetauscht, die dreieinhalb Jahre und die großartigen Ergebnisse, die man in dieser Zeit errungen habe, analysiert. Nicht nur für den Verein waren die Jahre intensiv - auch für den ehemaligen Bundesliga-Profi Christian Tiffert. Er sammelte hier die erste Drittliga-Erfahrung seiner Profikarriere, erlebte den ersten Aufstieg in die 2. Bundesliga und rettete erstmals über die Relegation den Klassenerhalt. Im vergangenen Sommer hatten die Veilchen-Fans Tiffert zum Spieler des Jahres gewählt.

"Wir haben vereinbart, wir gehen mit erhobenem Haupt auseinander und die Tür für den FC Erzgebirge Aue bleibt immer offen", sagte Helge Leonhardt und machte kein Geheimnis daraus, dass er Tiffert sehr gern im Verein gehabt hätte. Doch es gäbe Typen im Fußball, die eine weiße Gesundheitsweste haben, sich fit fühlen und deshalb weiter Fußballspielen wollen. Der Veilchen-Boss nannte als Beispiele Claudio Pizarro und Gianluigi Buffon. Aue lässt den Routinier ohne Ablöse ziehen. "Das sind wir ihm schuldig", so Leonhardt, der noch einmal die Leistungen Tiffis würdigte.