Tomaten und Kartoffeln auf dem Balkon

Gärtnern Heimbewohner bringen ihre Ernte ein

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Gerhard Fischer, Günther Sachs (hinten v.li.), Martin Schuster und Horst Schreiter (vorn v.li.) bauen im Haus der Hoffnung Tomaten an. Sie haben auch schon Kartoffeln geerntet. Foto: Jan Görner

Marienberg. . Im Seniorenpflegeheim Haus Hoffnung der Diakonie ist die Kartoffelernte vorbei. Die Tomaten werden nach und nach noch abgenommen und verzehrt. Möglich gemacht haben das Gerhard Fischer und seine Helfer.

Er zählt mit 79 Jahren zu den Bewohnern der Einrichtung, liebt aber die Gärtnerei nach wie vor. "Ich habe 1960 meinen ersten Garten gehabt. Ich bin froh und dankbar zugleich, dass ich dieses Hobby auch heute noch ausleben kann", versicherte Gerhard Fischer. Für das Team um den Hausleiter Markus Kärmer erfüllt das ein Grundanliegen des Zusammenlebens im Heim.

Auf diesem Balkon wächst alles

"Wir wollen, dass die Menschen in Würde alt werden können. Dazu gehört es auch, auf ihre Bedürfnisse einzugehen", sagte er. Aus diesem Grunde sammelte er auch selbst den Kuhdung für seine Bewohner von einer Weide nahe seinem Haus, damit sie ihre Pflanzen organisch düngen können.

Die Pflanzen hat Gerhard Fischer in Eimern groß gezogen, Gestelle gebaut und eine Plane gespannt. Außerdem legte er einige Kartoffeln in Blumenkästen, die eine kleine Ernte eingebracht haben. Gewachsen ist alles auf dem Balkon. Nun träumt der Hobbygärtner von einem kleinen Gewächshaus, in dem er neben Tomaten auch Gurken bauen kann.