Touren-Tester sollen zum Marienberger Radwege-Konzept beitragen

Verkehr Bergstadt strebt bessere Verbindung zu umliegenden Kommunen an

Marienberg. 

Marienberg. Um sein Radwege-Konzept voranzutreiben, setzt die Stadt Marienberg auf die Unterstützung der Bevölkerung. 17 Routen existieren bereits. Um die dortigen Bedingungen zu optimieren und die Strecken eventuell sogar zu erweitern, werden Touren-Tester gesucht. Via Internet - auf der Homepage der Stadt ist alles erklärt - können diese ihre Einschätzung der geradelten Strecke sowie eventuelle Hinweise den Verantwortlichen zukommen lassen, die dann gegen Ende des Sommers in eine ausführliche Analyse gehen. Dabei hofft die Stadt, dass sich Vertreter aller Zielgruppen an dem Projekt beteiligen. Rentner, die möglicherweise auch E-Bikes nutzen, sollen ebenso ihr Feedback abgeben wie junge Familien, die mit mehreren Kindern unterwegs sind.

Wichtiger Faktor für den Tourismus

"Das ist ein gefördertes Projekt, das jetzt in eine Testphase geht", erklärt Oberbürgermeister André Heinrich. Obwohl es bereits viele Wegweiser vor Ort gibt und die Touren im Internet präsentiert werden, betont er: "Das ist kein starres Konstrukt." Stattdessen können nicht zuletzt dank der Anregungen aus der Bevölkerung Anpassungen vorgenommen werden, um die Angebote weiter zu verbessern. Es gehe darum, die Strecken auch gemeinde-übergreifend möglichst optimal aufeinander abzustimmen. Eine entsprechende Bestandsaufnahme gibt es bereits, diese müsse aber stets aktualisiert werden. Dabei richtet sich das von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge unterstützte Projekt nicht nur an Menschen aus der Region. Auch Urlauber sollen die Radwege nutzen, zumal dieser Tourismusbereich gerade wächst.

Wichtiger Weg lässt auf sich warten

Irgendwann soll dabei auch der Radweg zwischen Marienberg und Reitzenhain eine wichtige Rolle spielen, doch das dürfte noch etwas dauern. "Als Bürger hat man den Eindruck, es geht in keinster Weise voran", legte Roberto Jahn bei der jüngsten Stadtratssitzung den Finger in die Wunde. Heinrich hatte für diese Einschätzung durchaus Verständnis. Schließlich wird bereits seit fünf Jahren an diesem Vorhaben gefeilt. Allein die Umsetzung lässt auf sich warten, was dem Oberbürgermeister zufolge aber nicht an der Stadt liegt. "Wir müssen viele Verfahren durchlaufen, die Zeit rauben", verwies er auf die oft langsam mahlenden Mühlen der Bürokratie. Allein die Variantenuntersuchung hatte ein Jahr gedauert. Der aktuelle Sachstand zum Radweg, der größtenteils auf einem ehemaligen Bahndamm verlaufen soll, ist auf Jahns Antrag hin nun Thema bei der nächsten Stadtratssitzung im Juli. Auch Vertreter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sollen dabei Farbe bekennen.