Trachtenträger marschieren auf

Advent Vom Stollenanschnitt bis Bergaufzug - Zwönitzer Markt im Lichtermeer

Damit die Stadt in ein Lichtermeer tauchen kann, warten bereits am Freitagabend die Bewohner wie Gäste auf das Kommando von Bürgermeister Wolfgang Triebert: "Licht an!" Das Spektakel wird von den Zwönitzer Nachtwächtern begleitet, die auch wieder ein Augenmerk darauf legen werden, dass sonst nichts anbrennt.

Bevor die große Weihnachtsmannparade am Samstagvormittag und der Bergaufzug am Samstagabend am Zwönitzer Markt vorbeidefiliert, ist in der Langen Gasse schon kein Durchkommen mehr. Die besten Plätze sind hier begehrt, um alles ganz genau und möglichst nah verfolgen zu können. Entlang der Bahnhofstraße spielt sich ein besonders schönes Schauspiel ab. Grüppchenweise strömen immer weitere Gäste gen Markt. Ihnen entgegen eilen schick gekleidete Paradeteilnehmer ihrem Stellplatz entgegen. In den vergangenen Jahren waren es durchschnittlich 500 Trachtenträger und 17 Bergbrüderschaften sowie drei Bergkapellen, die durch das Lichtermeer zwischen Bahnhofstraße und Markt marschierten.

Die Schneemänner Otto und Theodor verfolgen bereits am Nachmittag genau das Anschneiden des Riesenstollens auf der Marktbühne. Erfahrungsgemäß wird das nicht ohne lustige Einlagen der beiden Witzbolde vonstattengehen.

Für alle Zwönitzer Kinder der wichtige Hinweis vom Weihnachtsmann-Chef: "Am Sonntag um 15.45 Uhr wird der Wunschbriefkasten geleert. Jede Karte wird beantwortet, wenn der Absender ordentlich zu lesen ist." Diese Drohung mit erhobenem Besen galt den Eltern, damit die Weihnachtsmanntruppe aus dem Geyerischen Wald pünktlich zum Heilig Abend die Wünsche verwirklichen kann.