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Gunter Schmiedel, Vorsitzender des Schnitz- und Klöppelverein Hohndorf/ Rödlitz. Bild: Ralf Wendland
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Wo traditionelles Handwerk auf Weihnachtsstimmung trifft
Vielerorts werden im Advent die Pyramiden angeschoben - in Hohndorf gibt es die Tradition des Schwibbogenfestes. Dazu eingeladen wird am 1. Advent-Sonntag, am 1. Dezember, auf den hinteren Rathausplatz. Musikalisch begrüßen werden dort ab 14:45 Uhr die Posaunenbläser und im Anschluss wird Bürgermeister Lutz Rosenlöcher begrüßen und das Schwibbogenfest offiziell eröffnen.
An diesem Nachmittag trifft man sich in Hohndorf in gemütlicher Runde und stimmt sich gemeinsam auf die anstehenden Weihnachtszeit ein. Auch Kreatives steht auf dem Programm. So können sich Interessierte ab 15 Uhr dem Weihnachtsbasteln mit der Kindertagesstätte "Saatkorn" anschließen und ab 16 Uhr läuft das Puppenspiel der Kindertagesstätte "Rappelkiste" im Ratssaal "Märchen in der Rappelkiste". Schließlich lädt die Chorgemeinschaft "Harmonie" ab 17 Uhr zum Konzert vor dem Rathaus ein. Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt. Der Schwibbogen in Hohndorf hat eine lange Tradition. Die Idee, einen großen Schwibbogen zu bauen und auf dem Vorplatz des Rathauses zu platzieren, die ist bereits 1974 entstanden. Damals hat man verschiedene Entwürfe diskutiert. Man hat dabei großen Wert darauf gelegt, dass die Figuren, die zu sehen sind, unbedingt typisch sind für Hohndorf. Gebaut worden ist der Schwibbogen mit Pyramide in einer Eigeninitiative des Schnitz- und Klöppelvereins. Innerhalb kurzer Zeit gebaut und gestaltet, konnte der Schwibbogen bereits 1975 in der Adventszeit erstmalig vorm Hohndorfer Rathaus aufgestellt werden. Auf dem Schwibbogen haben unter anderen Klöpplerin und ein Schnitzer als Figuren ihren Platz gefunden.
Das Schwibbogenfest in Hohndorf ist klein und bescheiden. Man wolle weniger einen kommerziellen Weihnachtsmarkt, sondern viel mehr ein geselliges Beisammensein bei Essen und Trinken, wie Bürgermeister Lutz Rosenlöcher immer wieder betont. Beim Fest eingebunden werden die ortsansässigen Händler und Vereine. Das Schwibbogenfest verbindet vor allem die Hohndorfer, doch es sind auch Besucher gern gesehen, die die Tradition miterleben wollen.
Beim Schwibbogenfest in Hohndorf sind die ortsansässigen Vereine mit eingebunden. So auch der Schnitz- und Klöppelverein Hohndorf/Rödlitz, der im Rahmen des Fest einen eigenen Stand betreibt.
Auch sonst sind die Mitglieder in der Adventszeit öfter auf Märkten und bei Hutzenabenden vertreten, wie zum Beispiel in Rödlitz oder auch in der Kohlewelt in Oelsnitz. Was sich der Vereinschef Gunter Schmiedel wünschen würde, wären ein paar mehr Mitglieder, wie er sagt. Die Schnitzer treffen sich immer dienstags ab 18 Uhr und die Klöpplerinnen immer mittwochs ab 19 Uhr in den Räumlichkeiten des Vereins. Die Kinderschnitzgruppe trifft sich alle 14 Tage in der Regel dienstags ab 16.30 Uhr.
Wie in vielen Vereinen, sucht auch der Schnitz- und Klöppelvereins Hohndorf/ Rödlitz Nachwuchs. Der Verein hat eine lange Tradition und die will man gern erhalten für kommende Generationen. In diesem Jahr haben die Mitglieder bereits eine denkwürdigen Moment erlebt - im Januar hat man eine Ausstellung zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen gezeigt, die auf sehr positive Resonanz gestoßen ist. Die Ausstellung war nicht nur eine Darstellung der Tradition und Handwerkskunst, sondern auch Gelegenheit, um das Engagement der Mitglieder zu würdigen. Derzeit ist es etwas ruhig im Verein und man widmet sich dem Alltäglichen.
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