Trotz „Abstiegsendspiel“: Veilchen-Fans bereits auf Sachsenpokal-Halbfinale fokussiert

Erzgebirge Aue wirkt in der Abwehr stabiler, nächster Gegner ist VfB Stuttgart II

Aue-Bad Schlema

Mit hoher Wahrscheinlichkeit müssen die Veilchenfans an diesem Wochenende die Hoffnung auf den Klassenerhalt begraben.

Damit würde im Sommer eine 23-jährige Erfolgsgeschichte enden, denn 2003 war der FC Erzgebirge Aue mit Cheftrainer Gerd Schädlich erstmals in die 2. Fußball-Bundesliga aufgestiegen und hätte sich seither in der zweiten und dritten Liga – also im Profifußball – gehalten.

Gewünschte Impulse blieben aus

Untätigkeit lässt sich dem Vorstand des FC Erzgebirge Aue nicht vorwerfen. Mehrfach hatten die Entscheidungsträger versucht Entscheidungen zu korrigieren. So mussten in dieser Saison mit Matthias Heidrich und Michael Tarnat zwei Sportgeschäftsführer und mit Jens Härtel und Christoph Dabrowski zwei Trainer wegen ausbleibender Erfolge gehen.

Doch die gewünschten Impulse durch die Entlassungen blieben aus.

Abwehr stabilisiert

Letztendlich stehen bei den Abschiedsvorstellungen in der 3. Liga – so auch am Sonntag bei Stuttgart II (16.30 Uhr) - Khvicha Shubitidze und Enrico Kern an der Seitenlinie. Und ihnen ist es gelungen die Abwehr der Lila-Weißen zu stabilisieren.

Der Verein selbst schreibt auf seiner Homepage, dass es kurios sei, dass ausgerechnet die früheren Offensivspieler dafür gesorgt haben, „dass die Mannschaft defensiv wieder stabiler wirkt. Nur jeweils einen Gegentreffer kassierte Aue auswärts bei Jahn Regensburg und zuhause gegen den SC Verl. So sind es kleine Erfolge, die es zu feiern gilt.

Keine realistische Chance auf Klassenerhalt

Da es quasi keine realistische Chance mehr auf den Klassenerhalt gibt, besitzt das Spiel gegen Stuttgart keine allzu hohe Bedeutung. Somit ist der Fokus vieler Fans schon auf das Halbfinale im Sachsenpokal gerichtet. Denn am kommenden Mittwoch müssen die Veilchen zum „Bezirksderby“ beim Chemnitzer FC ran. Das Spiel wird vor großer Kulisse über die Bühne gehen.

Die Tickets für Gästefans waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen und auch die Karten, die die Gastgeber selbst verkauften, gingen weg wie warme Semmeln. Anstoß im Stadion an der Gellertstraße ist am Mittwoch 20.30 Uhr.

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