Trotz vieler geschlossener Türen gibt es Wege

Initiative Kulturelles Leben in Zschopau kommt zum Erliegen

Zschopau. 

Zschopau. Noch am Dienstag regierte in Zschopau der Alltag, als beim Wochenmarkt zahlreiche Händler ihre Stände aufbauten. Doch schon zwei Tage später machte sich die Corona-Krise mit all ihrer Wucht bemerkbar. Zahlreiche Läden, in denen sonst nach Kleidung, Kunstartikeln oder Parfüm gestöbert wurde, blieben geschlossen. Sogar die Türen des Rathauses sind vorerst bis zum 19. April geschlossen. "Alle Termine sind telefonisch erreichbar und können Termine im Einzelfall vereinbaren", heißt es in einer Mitteilung. Nicht einmal der Stadtrat tagte in dieser Woche. Stattdessen wird sich Oberbürgermeister Arne Sigmund mit den Fraktionsvorsitzenden abstimmen und gegebenenfalls Beschlüsse per Eilentscheidung treffen.

Mittelalterfest fällt aus

Auch das Zschopauer Schloss Wildeck inklusive Bibliothek bleibt geschlossen. Das für Ende März geplante Mittelalterspektakel wurde ebenso abgesagt wie der Zschopauer Frühling, mit dem die Händler am 4. April viele Besucher anlocken wollten. Doch Mitorganisator Robert Hähnel lässt sich auch in diesen schweren Zeiten seine Energie nicht nehmen. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", sagt der Vorsitzende des Gewerbevereins "Unser Zschopau", der die Initiative ergreift. So will er Händlern helfen, die ihre Läden schließen mussten. In einem digitalen Workshop können sie sich über Möglichkeiten informieren, ihre Produkte im Internet zu verkaufen. Als Vermittler fungiert auch die Stadt. So können sich unter der Telefonnummer 03725 2870 Menschen melden, die Hilfe benötigen oder anbieten.