Tüftelei am Fahrrad ist große Leidenschaft

Azubi Einziger Auszubildender zum Zweirad-Mechatroniker im Erzgebirge

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Tüftelei am Fahrrad ist die große Leidenschaft von Fabian Börner. Foto: Andreas Bauer

Marienberg. Ein 16-Jähriger aus Ansprung freut sich ganz besonders darüber, dass es jetzt noch einmal warm wird. Die Rede ist von Fabian Börner, der - sofern es das Wetter zulässt - mit dem Moutainbike auf seine Arbeitsstelle in Marienberg fährt. Dort absolviert er im Fahrrad-Geschäft von Stefan Weinhold eine Ausbildung zum Zweirad-Mechatroniker.

Damit ist er der einzige Azubi dieser Art im Erzgebirge, was Fabian Börner allerdings verwundert. Schließlich bietet der eingeschlagene Berufsweg ihm die Möglichkeit, Hobby und Arbeit zu vereinen.

Schon während der Schulzeit Hang zum Tüfteln entdeckt

"Ich habe schon immer viel selbst gemacht, wenn es an meinem Fahrrad etwas zu reparieren gab", erzählt der 16-Jährige. Ein Tipp seines Vaters sowie ein Schulpraktikum während der neunten Klasse brachten ihn zur Erkenntnis, dass die Tüftelei mehr sein könnte als nur ein Hobby: "Im Praktikum habe ich gemerkt, das ist was für mich."

Weil der angehende Zweirad-Mechatroniker mit seiner Ausrichtung auch an seiner Berufsschule ein echter Exot ist, gehört er zunächst zu einer Kfz-Klasse. Er beschäftigt sich daher zunächst mit Motoren, Autos und Traktoren, um bestimmte Grundkenntnisse zu erarbeiten. Erst im zweiten Lehrjahr rückt beim Theorie-Unterricht in Leipzig das Fahrrad in den Mittelpunkt.

Wichtige Rolle fürs Team

In praktischer Hinsicht stehen Pedale und Sattel aber schon jetzt im Mittelpunkt, denn bei seiner Ausbildung in Marienberg widmet sich Fabian Börner die komplette Arbeitszeit den Fahrrädern - vom Mountainbike bis hin zum Rennrad. Er spielt eine wichtige Rolle für Stefan Weinhold, der sein Team verjüngen und breiter aufstellen will.

Neben Handel ist der Service nun mal ein wichtiger Bestandteil. Erst recht, wenn es um den Rad-Tourismus geht. "Wir wollen unsere Service-Kompetenz weiter ausbauen und setzen dabei auch auf neue Impulse seitens der Ausbilder von der Berufsschule", erklärt Stefan Weinhold.