Über Fitness zur Selbstverteidigung

Frauensporttag "Fight for Fitness" bei Gesundheitsveranstaltung

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Nico Winkler und Mario Eigler vom PSV Schwarzenberg gaben den Teilnehmern des Dittersdorfer Fitnesstags Tipps in Sachen Selbstverteidigung. Foto: A. Bauer

Dittersdorf. Hatten bei den vergangenen Frauensport- und Fitness-Tagen in der Dittersdorfer Turnhalle es meist ruhigere Übungen wie Pilates oder Faszien-Training im Mittelpunkt gestanden, so ging es bei der diesjährigen Auflage der Gesundheitsveranstaltung phasenweise etwas kraftvoller und härter zur Sache.

50 Teilnehmer(innen) kamen ins Schwitzen

Schon Fitness-Trainer René Rößler aus Leipzig brachte die reichlich 50 Teilnehmer(innen), die für einen neuen Rekord sorgten, mit einem intensiven Ganzkörpertraining zum Schwitzen. Die Techniken mehrerer Kampfsportarten wie Karate, Boxen oder Taekwondo waren in das sogenannte "Fight for Fitness" integriert.

Wenig später gab es weitere Tipps von zwei Trainern des PSV Schwarzenberg, die mit ihrem Selbstverteidigungskurs auf großes Interesse stießen. Für Nico Winkler und Mario Eigler war das kein Wunder, denn ihre Kurse sind generell immer schnell ausgebucht.

Vorbeugen per Selbstverteidigung

Ausschlaggebend für die hohe Resonanz ist laut Winkler ein "gesellschaftliches Problem", das längst nicht nur an der Ausländerproblematik festzumachen sei. "Oftmals lässt die heutige Erziehung zu wünschen übrig", sprach der Übungsleiter eine generelle Tendenz an, die dazu beiträgt, dass sich speziell Frauen an manchen öffentlichen Plätzen nicht mehr so sicher fühlen wie früher.

Wie man in solchen Situationen am besten reagiert, zeigten die Schwarzenberger in Dittersdorf. Zum Beispiel ging es darum, die richtige Distanz zu finden, einen stabilen Stand einzunehmen oder Kontaktangriffe abzuwehren. "Neben dem praktischen Training ging es aber auch um die Theorie. Es wurden Hintergründe, Befürchtungen und rechtliche Aspekte erörtert, um Sicherheit in Alltagssituationen zu geben", sagt Margitta Stöhr.

Die Organisatorin von der SG Dittersdorf schätzte die vom Sächsischen Sozialministerium geförderte Veranstaltung auch in diesem Jahr als vollen Erfolg ein: "Alle waren begeistert."