Über schmale Pfade und steile Anstiege rund um den Rabenberg

SachsenTrail Die ersten Sieger stehen fest beim SachsenTrail

Breitenbrunn. 

Breitenbrunn. Schmale Pfade, steile Anstiege und eine wundervolle Laufkulisse, das ist es, was das Trailrunning ausmacht. Auf dem Rabenberg in Breitenbrunn ist heute der SachsenTrail mit den ersten beiden Wettbewerben gestartet. Frühmorgens haben sich die Läufer auf die Strecke begeben, die den langen Kanten über 71 Kilometer in Angriff genommen haben. Beim UltraRun waren 1.810 Höhenmeter zu überwinden. Gewonnen hat das Rennen nach 6:19:27 Stunden Thomas Ungethüm von der LG Vogtland. Bei den Frauen heißt die Siegerin Annette Müller. Die Läuferin von der LG Nord Berlin Ultrateam hat die Strecke in 08:05:51 Stunden absolviert. In Summe 40 Aktive haben das Ziel erreicht. Ebenso gestartet ist heute der HalfTrail, ein Rennen über 35,4 Kilometer und 910 Höhenmeter. An der Stelle hat Lena Lauckner aus Innsbruck gewonnen. Sie lief die Strecke in 3:16:49 Stunden. Bei den Männern hatte Tim Dally vom Sport Schneider Trail Team / TuS Deuz die Nase vorn, der nach 2:40:23 Stunden das Ziel erreicht hat. Einer der Lokalmatadore ist Thomas König, der für den FC Erzgebirge Aue gestartet ist. Der Bockauer ist in der Altersklasse Männer 55-59 in einer Zeit von 3:41:46 Stunden beim HalfTrail auf Platz 2 gelaufen. Auf dieser Lauf-Distanz haben insgesamt 382 Aktive die Kräfte gemessen. "Es sind schon verrückte Zeiten. Wir mussten im Frühjahr alle Läufe absagen und jetzt im Juni ist es der erste Lauf, der durchgeführt werden kann. Allerdings mit Anpassungen und Änderungen", sagt Organisationleiter Günter Frietsch von der Laufszene Events GmbH: "Wir haben das Start- und Zielareal ins Stadion verlegt. Das ist eine Sache, die wir in den nächsten Jahren vielleicht so beibehalten." Man haben auch bei den Verpflegungsstellen Anpassungen vorgenommen. Ziel sei es, größere Ansammlungen zu vermeiden. Im Startbereich waren die Aktiven angehalten Mundschutz zu tragen. Morgen zum Sonntag starten zwei weitere Wettbewerbe: 9 Uhr der FunTrail über 10,4 Kilometer und 295 Höhenmeter und 14 Uhr dann der QuarterTrail über 19,9 Kilometer und 490 Höhenmeter.

Update: 28.06.2020:

Am heutigen Sonntag sind im Rahmen des SachsenTrail zwei weitere Wettbewerbe auf dem Rabenberg ausgetragen worden. Den FunTrail über 10,4 Kilometer hat bei den Männern Jan Peterzelt vom Dresdner SC 1898 gewonnen in 43:49 Minuten und in der weiblichen Konkurrenz hatte Franziska Espeter vom TV Laasphe/ LG Wittgenstein mit einer Zeit von 53:58 Minuten die Nase vorn. Beste lokale Starterin war Lisa Weißbach vom LV 90 Erzgebirge mit Gesamtplatz 2 - ihre Zeit: 57:55 Minuten. Bei den Männern ist Hendrik Neubert als bester Erzgebirgler auf Gesamtplatz 4 gelaufen in 50:13 Minuten. Beim QuarterTrail über 19,9 Kilometer, der am Mittag gestartet ist, konnte sich bei den Frauen Maja Seidel von Team Salming Running Doodles durchsetzen in 1:44:44 Stunden. Bei den Männern hat Fabian Gering vom Team Gering ASICS FrontRunner (1:25:32 Std.) gewonnen gefolgt von Matthias Flade vom DJK SC Vorra/ new balance Team (1:29:03 Std.).

 

Aus Sicht des Veranstalters

Wir leben in Corona-Zeiten, deshalb muss man entsprechende Anpassungen vornehmen, sagt Organisationleiter Günter Frietsch von der Laufszene Events GmbH: "Man muss es so hinbekommen, dass man mit ruhigem Gewissen ins Starterfeld schauen kann, dass alles überschaubar ist und das man noch Spielräume hat." Um das Ganze etwas zu entzerren, ist die Veranstaltung in diesem Jahr über zwei Tage gelaufen, was man sonst üblicherweise alles an einem Tag hatte. Die rund 1500 Aktiven, eine Zahl auf Vorjahresniveau, waren zeitlich so getaktet, dass man von den Start- und Zielzeiten weit genug auseinander gelegen hat. Selbst bei der Versorgung hat man reagiert und die Angebote auf drei Theken verteil, um große Ansammlungen zu vermeiden. "Beim UltraRun haben wir den tschechischen Teil der Strecke weggelassen, weil zu dem Zeitpunkt, wo wir darüber nachgedacht haben, den Lauf durchzuführen, war die Grenze noch zu und wir wollten nicht spekulieren", erklärt Frietsch. So sind die Aktiven des langen Kanten die Strecke des HalfTrail zweimal gelaufen. Für die Zukunft hat man schon Ideen. Frietsch sagt: "Am Rabenberg halten wir gerne fest. Da wir jetzt die Schleife auf tschechischer Seite weggelassen haben, wollen wir noch einmal das Gespräch mit dem Sachsenforst suchen, damit wir noch eine Schleife auf sächsischem Gebiet anfügen können, was bisher nicht so erwünscht war. Wir würden beispielsweise gern zum Fichtelberg hoch laufen, aber nicht auf der Straße, sondern vielmehr auf schönen Trails und Wegen. Das hätte natürlich seinen Reiz. Wir würden uns freuen,  wenn uns der Sachsenforst bei dieser Strukturfördermaßnahme unterstützen würde." Service: Alle Ergebnisse im Detail sind zu finden unter: www.sachsentrail.de.