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Ukrainische Kinder zu Gast in Johanngeorgenstadt

Partnerstadt Ferienkinder auf gemeinsamen Ausflügen

Johanngeorgenstadt. 

Johanngeorgenstadt. Noch bis zum Sonntag weilen 15 ukrainische Kinder und Jugendliche von gefallenen oder verwundeten Soldaten in der Jugendherberge in Johanngeorgenstadt. "Die Botschaft der Ukraine in Deutschland bat mehrere Bundesländer um Unterstützung für ein Ferienlager für diese Kinder, doch nur der Freistaat Sachsen hat auf diese Bitte positiv reagiert", sagte CDU-Bundestagsabgeordneter Arnold Vaatz (Mitte.) bei einem Besuch am Dienstag in der Jugendherberge.

Die Kinder erleben hier gemeinsam mit deutschen Ferienkindern eine aktionsreiche Woche mit Ausflügen in die Umgebung und in die Kletterhalle des Outdoor-Teams Westerzgebirge. Vaatz band sich eine Schürze um und zusammen mit Dmytro Shevchenko aus Kiew, Pfarrer Bohdan Luka und Paul Leibiger aus Hohenstein-Ernstthal wurde nach der Einweisung von Uwe Thonfeld (v.l.) von "Tonis Haus der Steine" aus Geyer Mineralien geschliffen.

"Die Spenden kommen dort an, wo sie gebraucht werden"

Betreut werden die ukrainischen Feriengäste unter anderem von Bohdan Luka, Pfarrer der Ukrainischen Kirche in Deutschland, der gleichzeitig als Dolmetscher und Seelsorger fungiert. Unter den geladenen Gästen war auch Karl-Ernst Müller aus Zwickau, der auf eigene Initiative 2013 den Verein "Partnerschaft zur Ukraine" ins Leben rief.

"Wir pflegen intensive Kontakte zur Zwickauer Partnerstadt in der Ukraine, Wladimir-Wolynsk. Nachdem der kleine Grenzhandel mit Polen zusammengebrochen ist, herrscht in diesem Gebiet große Not. Der Krieg belastet viele Familien. Die Menschen könnten das tägliche Leben in dem ohnehin armen und mit schwacher Infrastruktur versehenen Land nicht mehr stemmen. Alle Spenden werden von mir persönlich weitergeleitet und kommen dort an, wo sie gebraucht werden", sagte der 71-jährige Vereinsvorsitzende.

Bereits am 30. Juli 2010 zog erstmals wieder eine glückliche Stunde in den Ort Laskiw bei Wladimir-Wolynsk ein. "Wir haben dort einen Spielplatz eingeweiht. 2011 konnten wir eine Spende von 2.500 Euro für die Erneuerung von Fenstern in der Schule übergeben." Seine Vornamen Karl und Ernst erinnern an die gefallenen Brüder seiner Eltern im 2. Weltkrieg und waren Ansporn für die Vereinsgründung.



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