Unsicherheiten abbauen: Wo Angehörige von Demenzkranken im Erzgebirge Hilfe finden

Tipp: „Vergissmeinnicht-Pflanztag“ im Seniorenzentrum Zschopau am 19. März – von Aufklärung und Entlastungsangeboten

Zschopau

Diese Krankheit stellt nicht nur die Betroffenen vor enorme Herausforderungen, sondern auch deren Angehörige, die oft mit Ängsten und Befangenheit zu ringen haben. Geduld und Verständnis sind wichtig. Doch wie sollte insgesamt damit umgegangen werden? Wo gibt es Hilfe? Um diese Thematik zu beleuchten lädt das Seniorenzentrum Zschopau, ein Teil der Sozialbetriebe Mittleres Erzgebirge gGmbH, am Donnerstag, dem 19. März, ab 14 Uhr zu einem besonderen Nachmittag unter dem Motto "Vergissmeinnicht-Pflanztag" ein. Er richtet sich an Angehörige, Betroffene und interessierte Personen und soll eine Plattform bieten, Einblicke in die Komplexität der Demenzerkrankung zu erlangen und den Austausch zwischen den Betroffenen und ihren Angehörigen zu fördern.

Hemmschwellen abbauen und Raum für Verständnis schaffen

"In unserer täglichen Arbeit erleben wir, dass sowohl Angehörige als auch die Erkrankten oft mit großen Unsicherheiten konfrontiert sind", erklärt Reila Richter, Pflegedienstleiterin des Zentrums. "Wir möchten deshalb in unserer Veranstaltung Hemmschwellen abbauen und Raum für Verständnis schaffen." Bei interaktiven Stationen können die Teilnehmer alltägliche Situationen aus der Sicht von Menschen mit Demenz nachempfinden. Dies trägt nicht nur dazu bei, Empathie zu entwickeln, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen zu erlangen, die diese Erkrankung mit sich bringt.

Blumen im Zeichen des Erinnerns und der Verbundenheit

Ein besonderes Highlight des Tages wird das gemeinsame Pflanzen von Vergissmeinnicht-Blümchen sein. "Diese Blumen stehen symbolisch für das Erinnern und die Verbundenheit. Durch das gemeinsame Gärtnern schaffen wir nicht nur einen schönen Moment, sondern auch Erinnerungen, die bleiben", so Cornelia Oertel, Leiterin Betreuung.

Umgang mit der Situation: Wege für Angehörige

Gern werden den betroffenen Angehörigen auch Wege vorgeschlagen, wie sie mit den Situationen besser umgehen können. "Uns ist wichtig, dass die Angehörigen erkennen, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind. Gemeinsam möchten wir ein Zeichen gegen das Vergessen setzen", ergänzt Frau Oertel abschließend.

Eine Erkrankung in Zahlen

Hintergrund: Demenz ist eine Erkrankung, die unausweichlich an Bedeutung gewinnt. In Deutschland sind bereits über 1,84 Millionen Menschen betroffen. Zudem zeigen Prognosen, dass sich diese Zahl bis 2050 auf 2,7 Millionen erhöhen könnte.

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