Unternehmen suchen nach wie vor nach Personal

Ausbildung Junge Leute informieren sich frühzeitig

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Der elfjährige Janne Ungethüm hat sich von Oliver Kramer von Dach- und Holzbau Kramer aus Schneeberg zeigen lassen, wie man Dachschindeln bearbeitet. Foto: R. Wendland

Schneeberg. Dass frühzeitige Berufsorientierung für künftige Auszubildende wichtig ist, zeigt sich immer wieder. Gerade vor dem Hintergrund, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und sich für einen Beruf zu entscheiden, wo einem das Aufgabenfeld liegt.

An der Oberschule Bergstadt Schneeberg organisiert man jedes Jahr einen Ausbildungsmarkt. Auch jetzt wurde die Turnhalle kurzerhand wieder in eine Messehalle verwandelt. Dort haben sich Unternehmen und Institutionen präsentiert. Polizei und Bundeswehr waren ebenfalls vor Ort.

"Voraussetzung ist das Interesse"

Doris Weidauer ist bei der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz in der Berufsberatung tätig. Sie beobachtet, dass sich junge Leute nach ihrem Abschluss oftmals zunächst für eine weiterführende Schule entscheiden. "Die Zahl der Schüler, die diesen Weg bestreiten, macht zwischen 30 und 50 Prozent der Schüler einer Klasse aus", erklärt Weidauer. Ein Großteil der Unternehmen, die junge Leute ins Team holen, bilden diese fürs eigene Unternehmen aus.

Oliver Kramer, Dach- und Holzbau Kramer aus Schneeberg, sagt: "Wir haben bisher nicht ausgebildet, haben es aber vor." Kramer sagt ganz klar: "Voraussetzung ist das Interesse." Es nütze nichts, wenn jemand nach einem halben Jahr die Ausbildung beendet. Freie Lehrstellen gibt es in der Region einige. Bei der Agentur für Arbeit spricht man für den Raum Aue-Schwarzenberg von rund 250 Stellen, die zu besetzen sind. Die Branchenvielfalt ist sehr groß im Erzgebirge.