Unternehmensnachfolge bleibt brisantes Thema

Unternehmensnachfolge Wirtschaftsminister besucht Schneeberg

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Wirtschaftsminister Martin Dulig (2. v. li.) hat die Strüder Rohr-, Regel- und Meßanlagen GmbH besucht: Die Geschäftsführer Thomas Frötschner und Roland Frötschner sowie Prokuristin Nadin Kern (v. li.). Foto: R. Wendland

Schneeberg. Das Thema Unternehmensnachfolge ist ein heißes Eisen genauso wie das Problem des Fachkräftemangels. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sagt: "Aktuell ist es so, dass wir in Sachsen jährlich im Durchschnitt 1100 Unternehmensnachfolgen haben, die nicht geklärt sind."

Eine gelungene Geschichte hat sich Dulig bei seinem Besuch im Erzgebirge erzählen lassen. In Fragen Unternehmensnachfolge ist die Strüder Rohr-, Regel- und Meßanlagen GmbH in Schneeberg ein Musterbeispiel, wie es gelingen kann, ein Unternehmen an die nachfolgende Generation zu übergeben.

Einen Zeitraum von fünf Jahren hat sich Geschäftsführer Roland Frötschner gesetzt. Sein Sohn Thomas Frötschner ist mittlerweile Mitgeschäftsführer und seine Tochter Nadin Kern ist Prokuristin. Beide werden in die Fußstapfen ihres Vaters treten und das Unternehmen weiterführen.

Das Familien-Unternehmen lockte zurück ins Erzgebirge

Kern sagt: "Das Unternehmen war immer Bestandteil der Familie. Die Entscheidung, ins Unternehmen zu gehen, dafür gab es kein Datum, das hat sich entwickelt. Ich habe eine Zeit lang in Rostock gelebt, habe dort studiert und irgendwann kam die Entscheidung ins Erzgebirge zurückzugehen und meinen Beitrag im Unternehmen zu leisten."

Thomas Frötschner erinnert sich: "Man wächst mit dem Unternehmen auf. In den Ferien war ich immer im Unternehmen, hab Schrauben sortiert und Ähnliches." Das Unternehmen stehe auf gesunden Füßen, sagt Roland Frötschner: "Es ist aus meiner Sicht ein guter Zeitpunkt für die Übergabe." Frötschner möchte sich demnächst nicht vollkommen zurückziehen, aber in die zweite Reihe rücken.