Unternehmer suchen selbst nach Arbeitskräften

Fachkräfte Im Erzgebirge sind individuelle Lösungen für Unternehmen gefragt

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Auch Alexander Carl, Personalmanager des WPA Annaberg (2.v.r.) diskutierte mit den Experten zum Thema Fachkräfte. . Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge. Die 3. Fachkräftetagung "Willkommen im Erzgebirge" ist Geschichte. Sie warf viele Fragen auf und behandelte vor allem das Problem des Fachkräftemangels. Der Blick über den regionalen Tellerrand hinaus sollte positive Impulse geben. Viele Unternehmer der Region werden längst selbst aktiv und schaffen für ihre Mitarbeiter optimale Rahmenbedingungen.

Unternehmen engagieren sich selbst

Sie übernehmen soziale Verantwortung, machen sich stark bei der Gewinnung von Auszubildenden sowie beim Halten von bestehenden Mitarbeitern und dem Thema Unternehmensnachfolge. Bereits heute arbeiten und leben Menschen aus verschiedenen Nationen der Welt im Erzgebirge, deren berufliches Können und Fachwissen geschätzt wird. Um den Fachkräftebedarf in den nächsten Jahren decken zu können, wird das Thema Zuwanderung mehr denn je in der Region eine Rolle spielen.

Der Wille, Migranten als potentielle Arbeitnehmer zu betrachten, ist bei vielen Unternehmern längst vorhanden. Doch wie kann das im Alleingang gehen. Um den Prozess des Aufnehmens ausländischer Fachkräfte zu vereinfachen, erweiterte die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE) im Sommer 2016 ihr Dienstleistungsportfolio um ein sogenanntes Welcome Center Erzgebirge.

Bindeglied zwischen den Instanzen

Das Center versteht sich als Anlaufstelle für erzgebirgische Unternehmen und Zuwanderer aus dem In- und Ausland, die in der Region arbeiten und leben möchten. "Wir wollen als Lotse Bindeglied zwischen den Unternehmen, den Neuankömmlingen und den Institutionen sein. Durch persönliche Betreuung erarbeiten wir individuelle Lösungen und stellen unkompliziert Kontakte zu den jeweilig verantwortlichen Fachstellen als unseren Partnern her", erklärte WFE-Geschäftsführer Matthias Lißke. Man wolle ermutigen und unterstützen, in der Region eine Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte aufzubauen.