US-Cars leisten Oldtimern Gesellschaft

Oldtimer Witzschdorfer Oldtimertreffen bietet nun deutlich mehr Vielfalt

Witzschdorf. 

Witzschdorf. Bislang hat sich das Witzschdorfer Oldtimertreffen immer als Magnet für Fans historischer Autos und Motorräder erwiesen. Künftig werden dabei aber auch US-Cars zu erleben sein - also Fahrzeuge, die in Amerika gebaut wurden und dort meist Kultstatus erlangten. "Wir werden das Konzept auf jeden Fall beibehalten", sagt Organisator Olaf Brünnel, der bei der diesjährigen achten Auflage des Treffens zum ersten Mal auf die bunte Mischung setzte. Aufgrund der Corona-Pandemie hielt sich die Teilnehmerzahl zwar in Grenzen, doch Vielfalt war garantiert. Direkt neben DDR-Symbolen wie Trabant oder Wartburg standen amerikanische Statussymbole wie der Chrysler.

Weiteste Anreise: Berlin

"Schade, dass nur 32 Teilnehmer dabei waren", sagt Olaf Brünnel. Das von ihm mit viel Mühe erarbeitete Hygienekonzept hätte bis zu 50 Starter zugelassen. Aber schon im Vorfeld, als nur 24 Anmeldungen eingingen, war die Zurückhaltung angesichts der aktuellen Corona-Lage zu spüren. Immerhin kamen noch eine spontan Entschlossene dazu, sodass sich letztlich 25 Auto- und sieben Motorradfahrer in Witzschdorf trafen. Dort gab es zunächst eine interessante Gesprächsrunde - in gemütlicher Atmosphäre, weil Besucher nicht zugelassen waren. Aber dafür war mit Uwe Ganzert und seiner Frau sogar ein Ehepaar aus Berlin dabei. "Nach den letzten Monaten ist es schön, einfach mal rauszukommen", freute sich der Hauptstädter über den Ausflug ins Erzgebirge: "Hier ist es auch landschaftlich immer sehr reizvoll."

Hoffnung ruht auf nächstem Jahr

Die gemeinsame Ausfahrt führte diesmal nach Hartmannsdorf, wo das Nutzfahrzeugmuseum näher unter die Lupe genommen wurde. Anschließend ging es zurück nach Witzschdorf, wo der Tag am Grill ausklang. Live-Musik gab es diesmal nicht, weil auch das nicht im Hygiene-Konzept vorgesehen war. "Aber nächstes Jahr wird hoffentlich wieder alles normal ablaufen", blickt Olaf Brünnel optimistisch voraus. Der 59-jährige Klempner, der schon seit 30 Jahren hobbymäßig Oldtimer restauriert, hofft dann auf weitaus mehr Teilnehmer. US-Cars, an denen er auch selbst gern herumtüftelt, sollen dann noch mehr zu einer bunten Vielfalt beitragen. Die Premiere in diesem Jahr weckte jedenfalls trotz der geringen Resonanz Lust auf mehr.