2:1! Veilchen bezwingen Angstgegner und sind nun Dritter

Fußball FC Erzgebirge Aue gewinnt gegen Heidenheim

Aue. 

Aue. Nach der dreiwöchigen Zwangspause aufgrund der Spielverschiebung beim Hamburger SV und der regulären Länderspielpause ist der FC Erzgebirge Aue an diesem Sonntag wieder in den Pflichtspielbetrieb gestartet. Der Kumpelverein siegte mit 2:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim, der für den FCE ein Angstgegner oder zumindest ein besonderer Gegner ist. Während der Länderspielpause hatte das Team von Cheftrainer Dirk Schuster auf ein Testspiel verzichtet, so dass es eine Art Kaltstart für den erzgebirgischen Zweitligisten war.

Wermutstropfen und Aufreger blieb vor der Begegnung allerdings die maximale Zuschauerzahl in der Arena. Weil der Erzgebirgskreis Risikogebiet ist, also einen Inzidenzwert von über 50 hat, durften nur 500 Veilchen-Anhänger das Spiel im Lößnitztal erleben. Und diese sahen einen guten Start ihrer Mannschaft. Allerdings mussten die Fans der Lila-Weißen anschließend erkennen, dass im Laufe der ersten Halbzeit die Gäste aus Heidenheim immer besser ins Spiel fanden, es schließlich dominierten. Die Heidenheimer wurden diesmal nicht von Cheftrainer Frank Schmidt begleitet. Dieser befindet sich derzeit in stationäre Behandlung aufgrund einer Entzündung im Bauchraum. Bernhard Raab coachte an der Seitenlinie. Zum Schluss der ersten 45 Minuten hieß es auf den großen Anzeigetafeln 0:0. Was die Videoleinwand verschwieg: Der 1. FC Heidenheim kam in Halbzeit I zu 15 Torschüssen - hatte allerdings keine Möglichkeit in etwas Zählbares verwandeln können.

Aus Auer Sicht musste Calogero Rizzuto noch vorm Seitenwechsel verletzungsbedingt den Platz verlassen. Für ihn kam Malcolm Cacutalua ins Spiel. Genau er sollte nach der Pause den FC Erzgebirge Aue in Führung bringen. Cacutalua nutzte in der 54. Minute einen von der linken Seite durch Philipp Riese ausgeführten Freistoß und vollendete mit dem Kopf. In der 79. Minute legte Stürmer Pascal Testroet nach. Entschieden war damit aber nichts. In der 86. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Cacutalua hatte mit hohem Bein Stefan Schimmer am Kopf getroffen. Den Gästen von der Brenz gelang durch Tobias Mohr der Anschlusstreffer. Dabei sollte es aber auch bleiben. Der FC Erzgebirge Aue sichert sich mit dem 2:1 den zweiten Dreier in dieser Saison und ist bereits am Mittwoch zum Nachholspiel beim Hamburger SV gefragt. klw