• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Veilchen-Boss: "Gehen kannst du nur, wenn du Erfolg hast"

Boss Helge Leonhardt blickt auf sein bisherigen Wirken zurück

Aue. 

Aue. "Findest du solche Typen, wie uns noch", fragt FCE-Präsident Helge Leonhardt und lacht. Denn solche Typen sind wahrlich schwer zu finden, waren immer schwer zu finden. Menschen, die nicht nur markige Sprüche machen, sondern diesen auch Taten folgen lassen.

Was wurde nicht alles über die Leonhardt-Zwillinge in den vergangenen Jahren geschrieben. Die Selfmade-Millionäre aus dem Erzgebirge, die nach der friedlichen Revolution nicht nur eine Unternehmensgruppe aufbauten, sondern auch dem einstigen Oberligisten Wismut Aue zu ganz viel Glanz verhalfen. Anfang der 1990er Jahre stiegen Uwe und Helge Leonhardt mit Anfang 30 in den Verein ein und sie sind ihm bis heute treu geblieben. "Wir waren nie weg", betont der Veilchen-Boss Helge Leonhardt, der seit 2014 das höchste Amt im Verein innehat und diesen - nach eigener Aussage - wie eine Firma führt. Von 1992 bis 2009 war sein Zwillingsbruder Uwe der Veilchen-Boss. Danach wurde es um die Leonhardts beim FCE zunächst etwas stiller. Sie waren aber in Aufsichtsrat und Ehrenrat tatsächlich immer irgendwie da und dem Verein verbunden.

In schwieriger Lage Verantwortung übernommen

Als es beim FCE nach einem schwachen, sportlichen Start in die Spielzeit 2014/2015 turbulent zuging, stellte sich Helge Leonhardt auf die Brücke des Zweitligisten. Innerhalb weniger Tage Anfang September 2014 wurde Falko Götz als Coach entlassen, trat Vize-Präsident Jens Stopp und schließlich auch Lothar Lässig als Präsident zurück. Es passt zu Leonhardt seine Vorgänger stets - bei passender Gelegenheit - zu loben. Jeder habe für den Verein das Beste gegeben. Genauso aber passt zu Helge Leonhardt, dass er nicht müde wird, den Einfluss seiner Familie im Allgemeinen und den Einfluss seines Zwillingsbruders Uwe im Speziellen immer wieder zu betonen. "Ohne sie würde das nicht gehen", sagt er und gibt zu, dass er die Präsidentschaft nur vorübergehend übernehmen wollte. Doch als Aue nach dem Abstieg 2015 quasi am Boden lag, blieb er auf der Brücke. Getreu dem Motto: Ein Kapitän verlässt das sinkende Schiff nicht. "Gehen kannst du nur, wenn du Erfolg hast", sagte er damals und blieb - bis heute.

BLICK blickt rund um das Vereinsjubiläum auf 75 Jahre Wismut und Erzgebirge Aue zurück. Weitere Stories gibt es unter der Rubrik Erzgebirge und auch in den kommenden Tagen auf BLICK.de



Prospekte