Veilchen zünden drei Kerzen an

Fußball Durch 3:1-Sieg gegen Fürth wird Aue zum stärksten Heimteam der Saison

Aue. 

Aue. Kann der FC Erzgebirge Aue die Führung in der Heimtabelle der 2. Fußball-Bundesliga übernehmen und mit einem Sieg sogar noch am VfB Stuttgart vorbeiziehen? Das war die Frage vor dem ersten Spieltag der Hinrunde vor dem letzten Punktspiel des Jahres 2019. Und ja die Schützlinge von Cheftrainer Dirk Schuster konnten es: 3:1 endete die Partie gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth vor 13.200 Zuschauern. Mit 23 Zählern aus Spielen im Erzgebirgsstadion ist der Kumpelverein die beste Heimmannschaft der bisherigen Saison.

 

Starke Defensive in der ersten Halbzeit

Dass sich die Veilchen vor heimischer Kulisse viel vorgenommen hatten, das war deutlich zu spüren. Ganz sicher setzte eine eindrucksvolle Weihnachtschoreografie der Westtribüne noch zusätzliche Prozente frei. Diese zeigte Bergmann und Engel in Übergröße. Zudem zierte der goldene Schriftzug Weihnachtsland Erzgebirge die Tribüne.

Schon in der 12. Minute hatten die Fans im Erzgebirgsstadion das erste Mal Grund richtig zu jubeln. Jan Hochscheidt, der erst in dieser Woche vorzeitig seinen Vertrag bis 2023 verlängert hatte, brachte sein Team auf die Siegerstraße. Die gesamte erste Halbzeit überzeugten die Lila-Weißen mit einer starken Defensive. Offensiv setzten die Gastgeber feine Nadelstiche, doch ein weiteres Tor war in den ersten 45 Minuten nicht drin.

 

Bester Ausklang für das Punktspieljahr 2019

Das änderte sich nach der Pause. Eine Kontersituation, die Männel mit einer starken Parade eingeleitet hatte, nutzte Florian Krüger nervenstark. Allerdings kam er nicht zum Abschluss, sondern wurde im Strafraum durch Paul Jaeckel gefoult. Schiedsrichter Martin Thomsen zeigte ohne zu zögern auf den Punkt. Dimitrij Nazarov verwandelte den Elfer sicher. Nur eine Minute nach dem 2:0 war es erneut der überzeugende Florian Krüger, der für Begeisterungsstürme im Stadion sorgte: Erneut war es eine Kontersituation, in der Krüger über rechts vor das Fürther Tor zog. Diesmal zimmerte er das Leder selbst ins Netz.

In der 80. Minute gab es für Fürth den Ehrentreffer. Branimir Hrgota traf ebenfalls vom Elfmeterpunkt. Martin Männel, der zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Fuß an den Kopf bekommen hatte und mit Kopfverband spielte, war chancenlos. Dem Elfer war ein Foul an Paul Seguin vorausgegangen.

Nach Ablauf der regulären Spielzeit stimmten die Fans des FCE im Stadion lauthals den Steiger an. Besser hätte das Punktspieljahr 2019 ausklingen können.