Verbotene Nutzung des Dienstautos

Arbeitsrecht Steuer schaut genau hin

Nutzt ein Angestellter seinen Dienstwagen verbotenerweise privat, darf der Fiskus dies nicht als geldwerten Vorteil aus der privaten Nutzung betrieblicher Fahrzeuge steuerlich in Rechnung stellen. Wenn die Firma die Privatnutzung ihrer Autos ausdrücklich untersagt hatte, kommt der unbefugten Privatnutzung eines betrieblichen Pkw keine Lohncharakter zu.

Ein erschlichener Vorteil, den sich ein Arbeitnehmer gegen den Willen des Arbeitgebers selbst zuteil werden lässt, zählt nicht zum Arbeitslohn und ist insofern lohnsteuerrechtlich ohne Relevanz. Das hat das Niedersächsische Finanzgericht klargestellt (Az. 1 K 284/11).

Der Verkäufer eines Autohauses war dabei erwischt worden, wie er während seiner Urlaubszeit einen Vorführwagen auf Firmenrechnung an der Vertragstankstelle in unmittelbarer Nähe der Filiale für private Zwecke betankte. Woraufhin ihn das düpierte Autohaus abmahnte. Und was auch die argwöhnisch gewordenen Steueraußenprüfer auf den Plan rief.