Verein in Schneeberg kämpft mit Unstimmigkeiten über Silber-Schmelzhütte Sankt Georgen

Verein Stadtrat entzieht Verein Erbbaurecht für das Gelände der Hütte

Schneeberg. 

Schneeberg. Die Silber-Schmelzhütte Sankt Georgen in Schneeberg, die jetzt zehn Jahre in der Obhut des gleichnamigen Verein war, ist seit gut einem Monat unter Regie der Stadt Schneeberg, weil es vereinsintern Unstimmigkeiten gegeben hat. Der Stadtrat hat dem Verein das Erbbaurecht für das Gelände der Georgenhütte entzogen. Doch seitens der Stadt ist man schon bestrebt, dass dieses Objekt wieder in Vereinshände kommt, sobald eine Lösung gefunden ist.

Seitens des Vereins Silber-Schmelzhütte Sankt Georgen Schneeberg sind Veränderungen geplant. Vereinsmitglied Peter Günther, hat eine Fahne gestiftet, die jetzt geweiht worden ist. Günther sagt: "Jeder Geflügelzüchterverein hat eine Fahne und ich dachte mir, dass eine solche unserem Verein gut zu Gesicht steht." Doch eine gestickte Fahne hätte das Budget überstiegen. "Also habe ich mich hingesetzt und eine Fahne gezeichnet, was mir persönlich richtig viel Spaß gemacht hat", erzählt Günther, der es schade findet, dass man über die Zukunft beraten muss.

Die Akteure sind bestrebt, eine Lösung herbeizuführen. Die Georgenhütte ist eine der erzgebirgischen Welterbestätten. Diese liegt im Lindenauer Grund an der Schlema. Gegründet und errichtet worden ist die Georgenhütte im Jahr 1665 als kurfürstliche Silberschmelzhütte St. Georgen. Betrieben worden ist die Hütte rund 50 Jahre. Der westliche Teil des Gebäudes ist 1732 durch ein Hochwasser zerstört und danach wiederaufgebaut worden. In der Neuzeit hat sich der Verein die Aufgabe gestellt, den denkmalgeschützten Bereich der Hütte möglichst authentisch zu rekonstruieren, was ein langer Weg ist.