Vergabe von nur noch einem DM-Titel

SuperEnduro Unverständnis für Regelung

Nachdem bekannt wurde, dass der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) festlegte, dass es zukünftig nur noch das Deutsche Enduro Championat als DM-Titel geben wird, sind Fahrer, Teams und Fans sauer. Die Sieger der einzelnen Klassen E1 bis E3 werden dann nur noch als DMSB Meister gekürt. Der DM-Status, der seit den 50er Jahren in Ost wie West Bestand hat, wird damit gestrichen. Ein Schritt in die falsche Richtung, denn schaut man sich die schrumpfenden Starterfelder in der Deutschen Enduro Meisterschaft (DEM) an, ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar. Ob dann die Wettkämpfe noch den erhofften Zuwachs aus der B-Lizenz erhalten, ist fraglich. Denn auch hier wird der Rotstift angesetzt. So soll es dort keinen Championatssieger mehr geben. Das ganze sorgt kurz vor Weihnachten für Verwirrung. Fakt ist, Endurosportler, die im Rahmenprogramm der SuperEnduro Weltmeisterschaft am 2. Januar in Riesa starten wollen, wo es wieder Rennen in einer nationalen Klasse geben wird, müssen bis dahin eine DMSB-Lizenz beantragt haben. Fahrersprecher Derrick Görner indes hofft, dass die Entscheidung bei den Verantwortlichen noch einmal überdacht wird und will Kontakt mit den DMSB-Funktionären aufnehmen, um dort Gegenargumente vorzubringen. Die Neuregelung würde nicht nur die Endurosportler betreffen, sondern zieht sich nahezu über den gesamten Zwei- und Dreiradsektor. Die DEM-Saison startet derweil am 20. März in Dahlen und endet mit dem Finale am 22. Oktober in Zschopau. An dieser Stelle wird diesmal auf einen Prolog verzichtet zugunsten der Enduro Mannschafts-WM eine Woche zuvor und dem EM-Finale eine Woche nach "Rund um Zschopau".