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Mittelsachsen

Verhandlungen gehen weiter

Silberberg "Einheitsstadt Silberberg ist eine freiwillige Sache"

Nach dem Ausscheiden der Stadt Schneeberg aus dem Projekt Einheitsstadt Silberberg sind die Karten neu gemischt und die ursprünglich angedachte Vier-Konstellation mit Schneeberg, Lößnitz, Aue und Bad Schlema ist endgültig Geschichte. Für das Weitere Voranschreiten der Silberberg-Idee gibt es jetzt maximal noch drei Partner. Wobei die Stadt Lößnitz sich derzeit noch bedeckt hält und die Möglichkeiten prüft. Im Rathaus dort gibt es konkrete Vorstellungen. Aues Oberbürgermeister Heinrich Kohl sieht die Entwicklung eher gelassen: "Das Ganze ist eine freiwillige Sache. Wir können auch mit drei oder zwei Partnern weitermachen." Der Schritt, das Aue und Bad Schlema die Absicht erklärt haben, zusammengehen zu wollen, kam für einige überstürzt. Kohl sagt dazu: "Wir sind nicht Vorreiter, wir haben auch nicht zu zeitig reagiert. Wir haben uns nur nicht länger an der Nase herumführen lassen, das Silberberg nicht kommt." Gotthard Troll, der ehemalige Bürgermeister von Lößnitz habe geäußert, so Kohl, er sitzt im Führerhaus, wo er immer die Handbremse anziehen kann. "Wir haben gesagt, das lassen wir uns nicht länge bieten und haben die Handbremse jetzt gelöst", erklärt Kohl. Schneeberg hegt unterdessen Ambitionen in Richtung Bad Schlema. "Das ist nichts Neues und auch keine Überraschung. Das wurde schon vor vier Jahren so geäußert. Das war die Politik von Schneeberg. Damals gab es auch Gespräche", so Kohl. Die Entscheidung Schneebergs, eigenständig zu bleiben, empfindet Heinrich Kohl als traurig, kommunalpolitisch falsch, aber zumindest ehrlich.