Verkehr wird näher unter Lupe genommen

Lärmbelastung Wolkenstein strebt Verkehrszählung an

Wolkenstein. 

Wolkenstein. Weil die Bevölkerung ohnehin genug von der Bürokratie hat, werden öffentliche Auslegungen von Dokumenten bei den Gemeinden oft kaum registriert. Im Fall des Wolkensteiner Lärmaktionsplans, der im Januar von Bürgern im Rathaus eingesehen werden konnte, wurde dagegen durchaus Interesse geweckt. "Es gab zwei Stellungnahmen aus der Bevölkerung, die wir nun auch in den Plan einfließen lassen wollen", erklärt Bürgermeister Wolfram Liebing.

Lärmbelästigung in Falkenberg verzeichnet

So wird die Stadt einen Antrag beim Landratsamt einreichen, Schallpegelmessungen und Verkehrszählungen vorzunehmen. Grund: Ein Bürger hatte auf eine mögliche Lärmbelästigung an der Ortsumgehungsstraße im Ortsteil Falkenbach hingewiesen. Bislang war der Lärmpegel dort nicht kartierungspflichtig, weil das Verkehrsaufkommen als zu gering eingeschätzt wurde. "Es müssten pro Tag mehr als 8000 Fahrzeuge sein", erklärte dazu Amtsleiter Jens Voigt. Erst dann würde sich daraus eine Berechnungsformel für die Lärmkartierung ergeben. Sollte das Landratsamt reagieren, könnten in diesem Bereich kleine graue Kästen am Straßenrand aufgestellt werden. "Aber bitte keine Brechstangen verwenden, es handelt sich dabei nicht um Blitzer", sagte Voigt für den Fall der Fälle.

Geschwindigkeitskontrollen zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern

Zu vermehrten Geschwindigkeitskontrollen könnte es in Wolkenstein aber durchaus kommen, denn auch darum hat die Stadt das Landratsamt gebeten. Vor allem auf der B 101 zwischen dem Bahnhaltepunkt Warmbad und der Pension Waldfrieden stellen schnelle Autos und Motorräder eine Gefahr dar, so der Hinweis eines weiteren Bürgers. Dort seien häufig Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Obwohl deren Sicherheit nicht zum Lärmaktionsplan gehört, will der Stadtrat auch auf diesen Hinweis reagieren.