Verletztes Tier sorgt für wilde Rettungsaktion: Das Schwan-Wunder von Oelsnitz

Rettung Polizei, Feuerwehr, Jagdpächter und Tierfreunde im Einsatz

Oelsnitz. 

Seit dem 18. Januar hielt ein verletzter Schwan Anwohner, Jagdpächter, Tierschützer, Feuerwehr und Polizei in Atem. Was war passiert?

Schon früh klingelte das Telefon bei dem Jagdpächter des zuständigen Reviers am Naturschutzgebiet am Höhlteich in Neuoelsnitz. Ein Schwan mit einem Angelhaken nebst Schnur sei gesichtet worden. Schnell fuhr Herr Rentsch in sein Revier. Vor Ort waren schon einige Anwohner, Tierfreunde und Schaulustige anzutreffen.

Die drei Schwäne, wahrscheinlich "Schwan-Mama" und ihre zwei im Frühjahr 2019 geborenen Jungtiere, mussten angelockt werden, um an den Schwan mit Haken zu kommen. Das funktionierte einigermaßen, doch irgendwie kamen die Helfer trotzdem nicht genug an ihn heran. Die Polizei wurde gerufen und die wiederum holte die Feuerwehr Oelsnitz. Auch das nahe gelegene Tierheim Waldfrieden in Stollberg wurde kontaktiert und ein Schwanfreund herbeigerufen.

Dann kam die Idee auf, mit dem Schlauchboot der Wehr und einer Ölsperre die Schwäne ans Ufer zu drängen. Es wurde vermutet, dass der Schwan mit Handicap nicht fliegen kann. Leider kamen Leute gegenüber ans Ufer und schon waren die Schwäne schwimmend auf dem Weg dorthin. Es sind sogenannte Futterschwäne; das merkt man daran, dass man beim Herantreten an ein Gewässer, worauf sich Schwäne befinden, diese sofort herschwimmen und nach Futter betteln.

Dann fuhr das Schlauchboot der Wehr mit zwei Kameraden aufs Gewässer. Schnell merkten die Helfer: Es hat keinen Sinn, denn die drei gefiederten Ritter hoben ab und flogen mehrere Runden. Die Hilfsaktion wurde abgebrochen. Jeden Tag aufs Neue gab es Rettungsversuche - immer ohne Erfolg. Die Anteilnahme war groß; die Polizei, die Feuerwehr und der Jagdpächter waren weiterhin im ständigen Kontakt.

 

Plötzliche Nachricht, die alles veränderte

 

Am Dienstag wurde wieder ein Termin gemacht. Viele Helfer wollten sich gegen 13 Uhr Treffen. Doch dann plötzlich war eine Oelsnitzerin frühzeitig am Teich und merkte, dass der Angelhaken nicht mehr zu sehen war.

 

Das war eine Nachricht, die sofort die Runde macht - und es war eine gute Nachricht! War es nun der Schwan selbst, der mit seinen Bewegungen sich aus dieser Situation selbst befreien konnte? Wir wissen es nicht!

Ein Fazit: Hier wurde alles richtig gemacht, die Rettungskette funktionierte sehr gut. Ein Dank an alle Helfer, die bei dieser Aktion dabei waren. Schwan gut - Alles gut!