Vermutlich Blitzeinschlag führt zu Großbrand im Erzgebirge: 21 Schweine umgekommen

Schadenshöhe weiterhin unbekannt

Elterlein

Großeinsatz in der Nacht zum Montag im Erzgebirgskreis: In der Ortslage Schwarzbach bei Elterlein ist auf einem Bauernhof ein schwerer Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde gegen 2.27 Uhr unter dem Stichwort „Brand groß“ alarmiert.

Brand bereits auf Anfahrt weithin sichtbar

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Stallung, bestehend aus einer Werkstatt sowie einer Lagerstätte für Heu und Stroh, bereits in Vollbrand. Nach Angaben des Einsatzleiters breitete sich das Feuer rasant aus.

Flammen greifen auf Wohnhaus über

Auch das angrenzende Wohnhaus war zu diesem Zeitpunkt bereits betroffen. Laut Einsatzleiter hatten die Flammen den Bereich des Giebels erreicht. Es drohte, dass das Feuer in das Gebäude läuft.

Die ersten Maßnahmen der Feuerwehr konzentrierten sich deshalb darauf, das Wohnhaus zu schützen und eine Riegelstellung aufzubauen. Parallel wurde die Brandbekämpfung an der brennenden Stallung eingeleitet.

Feuerwehr verhindert größeren Schaden am Wohnhaus

Durch den schnellen und massiven Löschangriff konnte die Feuerwehr nach ersten Angaben verhindern, dass sich der Brand weiter in das Wohnhaus ausbreitet. Damit wurde auf dem Bauernhof ein noch größerer Schaden abgewendet.

Tiere über gesamtes Areal verteilt

Auf dem Gelände wurden zahlreiche Tiere gehalten. Nach Angaben des Einsatzleiters waren diese über das gesamte Areal verteilt. Im Außenbereich befanden sich unter anderem Schafe und Hühner, zudem mussten aus dem Innenbereich zwei Hunde gerettet werden.

Nach aktuellem Stand wurden weder Menschen verletzt noch Tiere getötet.

Mehrere Bewohner betroffen

Betroffen sind mehrere Bewohner des Wohnhauses, darunter auch Kinder. Sie wurden vor Ort durch ein Kriseninterventionsteam betreut. Die Unterbringung erfolgte zunächst über nachbarschaftliche Hilfe. Wie die weitere Versorgung organisiert wird, sollte im weiteren Verlauf mit den zuständigen Stellen geklärt werden.

Mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort

Insgesamt sind nach Angaben des Einsatzleiters mehr als 100 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Aufgrund der Lage wurden nahezu alle umliegenden Feuerwehren alarmiert.

Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung in der Ortslage dar. Die Feuerwehr setzte unter anderem Hochrettungsgerät ein, um ausreichend nah an den Brandherd heranzukommen und die Flammen von oben zu bekämpfen.

Wasser aus Bach entnommen

Für die Löscharbeiten wurde auch Wasser aus einem Bach entnommen. Dieser führte nach den Regenfällen und Gewittern ausreichend Wasser. Unter normalen Bedingungen wäre der Wasserstand nach Angaben vor Ort deutlich niedriger gewesen.

THW und Energieversorger eingebunden

Neben der Feuerwehr waren auch der Kreisbrandmeister, Energieversorger sowie ein Fachberater des Technischen Hilfswerks eingebunden. Das THW Annaberg wurde hinzugezogen, um die Einsatzleitung bei den weiteren Maßnahmen zu beraten.

Dabei ging es unter anderem um mögliche Unterstützung beim Beräumen des Areals sowie bei der Restablöschung.

Löscharbeiten dauern bis zum Morgen

Die Löscharbeiten dauern bis in die Morgenstunden an. Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Die Ermittlungen sollen nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen aufgenommen werden.

Update der Polizei Chemnitz vom 29. Juni um 14.25 Uhr

Die Rettungsleitstelle Chemnitz informierte die Polizei in der Nacht zu Montag über den Brand einer Scheune in der Hauptstraße, der auf ein angrenzendes Wohnhaus überzugreifen drohte. Als die eingesetzten Beamten am Brandort eintrafen, waren Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Nach ersten Erkenntnissen hatten die Bewohner den Brand bemerkt und zunächst versucht, die Flammen selbstständig zu löschen. Dabei erlitt eine 45-jährige Frau leichte Verletzungen, die ambulant versorgt werden konnten.

Die Scheune mit Stallung sowie Lagerflächen brannte vollständig aus. Zudem zerstörten die Flammen mehrere Fahrzeuge sowie Landmaschinen im Inneren.

In der Stallung verendeten außerdem mehrere Schweine. Die genaue Anzahl der Tiere ist derzeit noch nicht bekannt. Angaben zur Höhe des brandbedingten Sachschadens liegen ebenfalls noch nicht vor.

Seit dem Vormittag ist ein Brandursachenermittler der Chemnitzer Kriminalpolizei am Brandort im Einsatz. Ein Ergebnis der Untersuchungen steht aus.

Update der Polizeidirektion am 30. Juni, gegen 14.18 Uhr

Nach bisherigen Erkenntnissen verendeten in der niedergebrannten Scheune insgesamt 21 Schweine. Angaben zur Höhe des brandbedingten Sachschadens liegen noch nicht vor.

Im Verlauf des gestrigen Tages, Montag, dem 29. Juni, kam ein Brandursachenermittler der Chemnitzer Kriminalpolizei am Brandort zum Einsatz.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand kommt ein Blitzeinschlag als Brandursache in Betracht. Ein technischer Defekt kann derzeit jedoch ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

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