Verrückt: Veilchen siegen in einem Krimi

Fußball Zwischen Aue und Nürnberg fallen sieben Tore

Aue-Bad Schlema/ Nürnberg. 

Aue-Bad Schlema/ Nürnberg. Der Höhenflug des FC Erzgebirge Aue geht weiter: Das Team von Dirk Schuster siegt in einem Freitagabendkrimi mit 4:3 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg.

Nach der Pause konnten die Fans der Gäste erstmals jubeln: Der Tor zappelt im Netz des FC Erzgebirge Aue. Frey gelang ein Glanztreffer - Martin Männel war in dieser Situation einfach chancenlos. Von dieser Minute an war Schwung in der Begegnung. In der 60. Minute spielt Hochscheidt seine ganze Klasse aus und lässt drei Nürnberger stehen. Seinen Schuss klärt Sörensen auf der Linie - das allerdings mit dem Arm. Dafür gibt es rot und Aue gleicht vom Elfmeterpunkt aus. Dimitrij Nazarov, der erst in dieser Woche seinen Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert hat, verwandelt souverän.

In der letzten Viertelstunde des Spiels wurde es turbulent. Zunächst brachte Jan Hochscheidt in der 75. Minute sein Team in Führung. Calogero Rizzuto hatte ihn unbedrängt bedient. Nur drei Minuten musste FCE-Torhüter Martin Männel hinter sich greifen. Johannes Geis gelang der Ausgleichstreffer. Es spricht für beide Mannschaften, die ganz oben mitmischen, dass sie sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden geben wollen. Sowohl die aufstiegsambitionierten Nürnberger als auch die derzeitige Überraschungsmannschaft der 2. Fußball-Bundesliga setzen alles auf Sieg.

Erzgebirge völlig aus dem Häuschen

 

In der 85. Minute hat Hochscheidt die Chance auf den erneuten Führungstreffer. Doch der Nürnberger Schlussmann Lukse zeigt eine super Parade und hält sein Team im Spiel. Zwei Minuten später macht es Mihojevic perfekt. Aue führt 3:2. Doch solche Begegnungen kennen keine Gesetze. In der Nachspielzeit gibt es Elfmeter für den 1. FCN, der sich diese Chance nicht entgehen lässt und zum wiederholten Male ausgleicht. Doch die Nachspielzeit sollte damit nicht enden: Florian Krüger (90.+4) bringt dem Team von Cheftrainer Dirk Schuster letztendlich den 4:3-Sieg. Auch damit war der Krimi noch nicht zu Ende: Denn noch einmal zeigte der Schiri auf den Punkt. Doch Martin Männel parierte den Ball von Frey. Das Erzgebirge gerät völlig aus dem Häuschen, denn die Lila-Weißen bleiben oben dabei. Mit 18 Punkten bleibt der FCE auf dem 4. Tabellenplatz.

Für neutrale Zuschauer war die Begegnung vor allem in den zweiten 45 Minuten ein Leckerbissen. Für die Fans der beiden Teams ganz sicher großer Nervenfasching.