Verwirrung um Baustelle im Erzgebirge: Darum ist in Schneeberg Geduld gefragt

Wird hier trotz Baustelle nicht gearbeitet?

Schneeberg

Wer an der Auer Straße in Schneeberg vorbeikommt, wundert sich derzeit schnell: Absperrungen, Ampelregelung – aber auf den ersten Blick keine Bauarbeiter, keine Maschinen, kein sichtbarer Fortschritt. Genau so ein Leserhinweis landete nun bei der BLICK.de-Redaktion. Die Frage dahinter: Passiert dort überhaupt etwas?

Nachfrage bei der Stadt Schneeberg

Weil die Situation vor Ort Fragen aufwirft, hakte die Redaktion bei der Stadt Schneeberg nach. Von dort kam der Verweis auf das Sächsische Oberbergamt Freiberg und damit auf den eigentlichen Kern des Problems: Unter der Straße wurde bei den aktuellen Arbeiten etwas entdeckt, das die Lage deutlich verschärft.

Oberbergamt erklärt: Es geht um Sicherheit

Nach Angaben des Oberbergamts handelt es sich um eine Sofortmaßnahme im Bereich Auer Straße 35. Bei sogenannten Aufwältigungsarbeiten seien „tagesnahe Abbaue“ sowie „ein teilverbrochener Tagesschacht unter der Straße“ angetroffen worden. Die Folge: „akute Tagebruchgefahr“ im Straßenbereich und zusätzlich eine mögliche Gefährdung von Medienträgern in der Straße.

Halbseitige Sperrung mit Ampelregelung

Aus diesem Grund musste die Auer Straße halbseitig gesperrt werden. Das Oberbergamt begründet das ausdrücklich mit der öffentlichen Sicherheit und dem Schutz der Beschäftigten einer Bergsicherungsfirma, die während der Sicherungsarbeiten im Einsatz ist.

Ampel bleibt vorerst

Wie lange Anwohner und Pendler mit der Ampelregelung und den Einschränkungen rechnen müssen, bleibt vorerst offen. Während die Stadt Schneeberg in ihrer Pressemitteilung von Anfang Dezember 2025 als voraussichtlichen Zieltermin den 30. Juni 2026 nennt, erklärt das Sächsische Oberbergamt auf aktuelle BLICK.de-Nachfrage, es sei „noch nicht abschätzbar“, wie lange die Untersuchungen des Untergrundes, die Sicherungsmaßnahmen und die damit verbundene Ampelregelung noch andauern werden.

Bergsicherungsfirma im Einsatz

Das bedeutet: Auch wenn auf den ersten Blick keine Arbeiter zu sehen sind, die Baustelle ist nicht einfach verlassen. Die Lage unter der Straße gilt als potenziell gefährlich, deshalb laufen Sicherungsarbeiten unter besonderen Bedingungen.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus einer Lesermeldung im Rahmen unserer Aktion „Nörgelbriefkasten“.
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