Verzwickte Situation in der Pflege - Minister diskutiert

Gesundheitswesen Bezahlung der Pflegekräfte ist zu schlecht

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Minister Karl-Josef Laumann (Mitte) und der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Krauß (re.) mit Schwester Maria Nötzold, die im Schlaflabor des Helios Klinikums tätig ist. Foto: R. Wendland

Aue. Wie weiter mit der Pflege? Diese Frage stand jetzt bei einem Gespräch im Mittelpunkt zu dem der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Krauß regionale Vertreter aus dem Bereich der Altenhilfe ins Helios Klinikum nach Aue eingeladen hatte. Zu Gast war dort Karl-Josef Laumann, Bundesvorsitzender der CDU-Sozialausschüsse, der bis vor Kurzem Pflegebevollmächtigter und Patientenbeauftragter der Bundesregierung war.

Kosten für die Pflege sind zu niedrig

Jetzt ist Laumann Sozialminister in Nordrhein-Westfalen. Rainer Sonntag vom Vorstand des Diakonisches Werks Aue/Schwarzenberg sagt: "Laumann hat bestätigt, dass in Sachsen, im Vergleich zu anderen Bundesländern, die Kosten für Pflege zu niedrig sind und das im Umkehrschluss an der Bezahlung der Pflegekräfte festzumachen ist." Es ist ein Zwiespalt: auf der einen Seite soll Pflege für Betroffene bezahlbar sein und auf der anderen Seite sollen Mitarbeiter für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden.

Jens Bretschneider ist Hausleiter des Gut Gleesberg in Schneeberg und schätzt die klare Aussage von Karl-Josef Laumann zu den Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte: "Für das Berufsbild und alles was damit zusammenhängt, braucht es Anerkennung in der Gesellschaft, eine vernünftige Entlohnung für Mitarbeiter und eine vernünftige Kalkulationsgrundlage für Betriebe."