Viele Jugendliche wollen zur Polizei

Wirtschaft Auch viele andere Unternehmen waren bei der "Woche der offenen Unternehmen" dabei

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Polizeikommissarin Julia Apel lässt die jungen Leute schon mal die Handschellen probieren. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge. Die Chance auf eine fundierte berufliche Perspektive im Erzgebirge ist für die Jugendlichen heute so groß wie nie, die Palette an Berufsbildern und Karrieremöglichkeiten bunt. "Die Woche der offenen Unternehmen" als eine der jährlich wichtigsten Aktionen zur Berufsorientierung wurde auch in ihrer 15. Auflage mit überwältigender Resonanz genutzt.

Nicht nur Oberschüler ab Klasse 7, sondern auch viele Gymnasiasten ab Klasse 9 ergriffen die Chance, in regionalen Unternehmen Eindrücke vom realen Berufsleben zu sammeln. Über 10.300 einzelne Termine vereinbarte das Team der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE) zwischen Unternehmen und Schülern sowie deren Eltern im Erzgebirgskreis. 280 erzgebirgische Unternehmen öffneten ab dem 18. März ihre Türen.

"Verdächtig gute Jobs" ist einer der Slogans mit denen die Polizei Sachsen in ihrer Kampagne wirbt. Am Freitag waren zu nur zwei Terminen 224 Jugendliche im GDZ zur Beratung für Ausbildung und Studium bei der sächsischen Polizei erschienen. Der Saal war rappelvoll und die Jugendlichen, zum Großteil Gymnasiasten, waren voll motiviert. Colin, Erik, Nico und Elias lernen am LKG St. Annen. Für sie ist klar: "Wir wollen den Leuten helfen. Allerdings reizen uns auch die Vielseitigkeit, Karrieremöglichkeiten und der Sicherheitsaspekt."

Auch andere Unternehmen freuen sich über Zulauf

Klar, dass nicht jeder Polizist werden will und kann. Die Stadtwerke Annaberg-Buchholz präsentierten zur Woche der offenen Unternehmen die Berufsbilder Fachinformatiker Systemintegration, Industriekaufmann und Anlagenmechaniker. 50 Jugendliche nahmen an den Betriebsrundgängen teil. Diese wurden von Ausbildern und Auszubildenden des Unternehmens geführt und vermittelten einen Eindruck von den Abläufen, die den Alltag der Berufe bestimmen.

So verfestigt sich bei so manchem Jugendlichen der Berufswunsch, bei anderen wiederum die Erkenntnis, sich neu orientieren zu müssen.