Viele Lehrstellen bleiben unbesetzt

Beruf Perspektiven für junge Leute in der Region

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Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, betont die Wichtigkeit von Perspektiven für junge Leute. Foto: R. Wendland

Aue. Das junge Leute eine Ausbildung in der Region absolvieren und im Anschluss eine berufliche Perspektive haben, das ist das Ziel der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Doch mittlerweile hat man die Situation, dass es mehr Lehrstellen gibt als junge Leute, die sie besetzen könnten. Geschäftsführer Matthias Lißke ist überzeugt: "Es werden viele Lehrstellen unbesetzt bleiben, weil die jungen Leute einfach nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind."

Mit weniger Arbeitern auskommen

Es fehlen die Köpfe. "Gegenüber den Ausscheidenden, die in den Ruhestand gehen, haben wir nur noch 60 Prozent Nachwachsende", weiß Lißke. Darüber müsse man sich Gedanken machen. "Wir brauchen mehr Leute, diese Forderung haben viele, ob bei Polizisten, Ärzten und Pflegekräfte oder im Bereich der Lehrkräfte." Lißke spricht von Utopie: "Die jungen Leute, die diese Stellen besetzen könnten, sind einfach nicht da."

Qualität und Vergütung

Man müsse sich einschränken und überlegen, wie man zukünftig mit weniger Personal auskommt. In der Industrie und im Handwerk sei es ein schwieriger Wettbewerb. Die Branchen haben im Vergleich zueinander ganz unterschiedliche Bedingungen. Lißke nennt ein Beispiel: "Wenn es jetzt schon erste Industriebetriebe gibt, die im ersten Lehrjahr über 1000 Euro Lehrlingsgeld zahlen, da kann ein Handwerksmeister oder Gastronom nicht mithalten." Da stehe man vor einer schwierigen Situation. Man müsse die jungen Leute vom Beruf an sich begeistern und nicht das Geld in den Vordergrund stellen.