"Vielfalt erhalten": Engagement für Bienen und Insekten für Landwirtschaft notwendig

Landwirtschaft Minister Thomas Schmidt besuchte Agrargenossenschaft

Stefan Werner ist Pflanzenbauverantwortlicher in der Agrargenossenschaft. Foto: R. Wendland

Lößnitz/Stollberg. Landwirtschaft und Imkerei gehören untrennbar zusammen und profitieren voneinander. Die Agrargenossenschaft Lößnitz-Stollberg ist einer der Betriebe, der mit der Hoftafel im Bereich Honigbienenschutz engagierten Betriebe ausgezeichnet worden ist. Das war bereits 2015.

Selbst Bienen halten?

Jetzt war die Agrargenossenschaft Gastgeber für die diesjährige Preisverleihung mit Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Zu den Geehrten gehören diesmal der Walkmühlenhof von Elke Neubert im Torgauer Ortsteil Beckwitz, der Landwirtschaftsbetrieb Christiane Treffler im Trebsener Ortsteil Neichen und der Guidohof von Armin und Silke Lucht in Limbach-Oberfrohna, Ortsteil Uhlsdorf. Die Agrargenossenschaft Lößnitz-Stollberg hat die Gelegenheit genutzt, um den eigenen Betrieb und die Erfahrung darzustellen. Vorstand Bernd Schmitt sagt: "Ohne das Engagement für Bienen und Insekten funktioniert es nicht."

Der Pflanzenbauverantwortlicher in der Agrargenossenschaft Lößnitz-Stollberg Stefan Werner stimmt dem zu: "Wenn man nachhaltig wirtschaften will, gehört das einfach mit dazu. Wir haben den Anspruch, die Vielfalt zu erhalten." Die Bestäubungsleitung der Bienen ist für die Landwirtschaft ein wichtiger Faktor. In der Agrargenossenschaft hatte man die Idee, selbst Bienen zu halten. Gesagt, getan: angefangen mit einem Volk, hat man mittlerweile in Summe aktuell acht Völker. Worauf Bernd Schmitt stolz ist: "Wir sind als Mitglied im Imkerverein Stollberg aufgenommen worden. Das war schon außergewöhnlich und nicht selbstverständlich." Man ist mit Imkern im Gespräch und tauscht Erfahrungen aus.