"Villa Kunterbunt" in Schönheide schließt am Montag

Kita Kinder werden auf andere Einrichtungen aufgeteilt

Schönheide. 

Schönheide. Die Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" in Schönheide wird quasi von heute auf morgen wegen Personalmangel geschlossen. Das sorgt für Diskussionen und ruft Eltern auf den Plan, die diese Woche vor dem Rathaus protestiert haben. Die Kindertagesstätte, die kleinste mit den wenigsten Kindern im Ort, stand wohl schon zur Disposition, dass man sie einmal schließen könnte auch vor dem Hintergrund der mangelnden Auslastung der Schönheider Kindereinrichtungen.

Seitens der Gemeinde heißt es, die Schließung sei nur vorübergehend, aber so richtig glauben will von den Betroffenen keiner daran. Es habe den Anschein, als wenn die Gemeinde die Gelegenheit beim Schopfe packt und die Kindertagesstätte zumacht, sagt eine Mutter, deren vierjähriger Sohn die Villa Kunterbunt besucht. Aktuell hat man in der Einrichtung aufgrund von zwei Langezeitkranken und einer Kündigung lediglich noch eine Erzieherin, die allein für über 20 Kinder zuständig ist. Die Kinder der Villa Kunterbunt sollen jetzt auf zwei Einrichtungen aufgeteilt werden.

Ein Teil der Kinder soll zusammen mit der Erzieherin in die Kindertagesstätte Wirbelwind wechseln. Der andere Teil der Kinder soll in die Kindertagesstätte Hammerschulzwerge gehen und das ohne Erzieherin. So etwas könne man den Kindern nicht zumuten, heißt es aus der Elternschaft. Informiert worden sind die Mütter und Väter beim einem Elternabend am 12. November und jetzt am Montag soll das Ganze bereits umgesetzt werden. Nicht nur die Eltern werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Auch Gemeinderäte fühlen sich überrollt, wie Gemeinderat Andreas Unger sagt: "Die Problematik ist an den Stadtrat in der Form herangetragen worden, dass die sechs Stadträte, die dem Verwaltungs- und Finanzausschuss angehören in ihrer Ausschusssitzung am 10. November darüber informiert worden sind, dass es zu einer Schließung der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt kommt. Wir hatten keine Gelegenheit, Einfluss darauf zu nehmen. Wir wurden lediglich damit konfrontiert."

Was nicht vorlag, sei ein Konzept oder Ideen, wie der Übergang stattfinden soll. Die nächste Information folgte diese Woche Dienstag zum Technischen Ausschuss. Erst nach dieser Sitzung am Abend seien alle anderen Gemeinderäte von Amtsverweser Eberhard Mädler per E-Mail über die Situation informiert worden. Eltern mussten sich innerhalb weniger Tage entscheiden, welche Einrichtung ihr Kind jetzt besucht und das ohne genau zu wissen, wie der Übergang erfolgt, wie die Kinder eingewöhnt werden, in welche Gruppen kommen sie oder ob sie in ihrer bekannten Gruppe zusammenbleiben können, so Unger.