Villa Pfau erwacht wieder zum Leben

Vorhaben Neuer Wohnraum entsteht in historischem Gemäuer

Burkhardtsdorf. 

gudBurkhardtsdorf. Die ehemalige Fabrikantenvilla Pfau in Burkhardtsdorf wird wieder auf Vordermann gebracht. Anfang Oktober überreichte Staatssekretär Frank Pfeil dem Eigentümer der Villa, Tobias Gahlert, einen Fördermittelbescheid in Höhe von 200.000 Euro. Besagtes Geld stammt aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen.

Um national wertvolle und besonders hochwertige Kulturdenkmäler zu fördern, hat der Freistaat Sachsen das Programm 2013 ins Leben gerufen. Mit den Fördermitteln wird der bauliche Erhalt der ehemaligen Fabrikantenvilla sichergestellt. Nach der Sanierung soll das Kulturdenkmal wieder als Wohnraum genutzt werden.

Um die geschichtlichen Zeugnisse zu bewahren, bleibt die originale Bausubstanz weitestgehend erhalten. Im ersten Bauabschnitt wird vorwiegend an den Außenmauern der Villa gearbeitet. Neben Dachdecker- und Fassadenarbeiten sollen auch die Fenster überarbeitet werden. Außerdem werden die Naturstein-Fassadenelemente teilweise erneuert. Für diese Baumaßnahmen wird mit Gesamtkosten in Höhe von rund 478.000 Euro gerechnet. Die Villa ist einschließlich Nebengebäude, Villengarten, Einfriedungsmauer und Toranlage ein Kulturdenkmal, da sie bau- und kunstgeschichtlich für Burkhardtsdorf von besonderer Bedeutung ist.

Das Gebäude wurde in den 1920er Jahren für den Strumpffabrikanten Max Pfau unmittelbar neben dem Fabrikgelände errichtet und dokumentiert die örtliche Industriegeschichte der Strumpfindustrie, die Burkhardtsdorf in der Vergangenheit stark geprägt hat. Frank Pfeil sagt: "Im besten Fall können wir Denkmalschutz mit lebendiger Nutzung in Einklang bringen. Der tollen Villa wird die Sanierung neues Leben und den alten Glanz zurückbringen."