Visionäre planen größten Irrgarten Deutschlands

Kunst Wald in Zöblitz soll gestaltet werden

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Glenn West, Sven Müller und Alexander Reinsch (v.l.) haben den Traum vom größten Irrgarten Deutschlands. Foto: Jan Görner

Annaberg/Zöblitz. Der Annaberger Künstler Glenn West und seine Mitstreiter haben eine Vision. Sie wollen Deutschlands größten Irrgarten bauen. Entstehen soll er in einem Waldgrundstück in Zöblitz. Das gehört Alexander Reinsch. Es umfasst etwa 13.000 Quadratmeter. Beide kennen sich seit Jahren. Mittels Plastikfolien will Glenn West den Irrgarten erzeugen. Diese sollen an den Bäumen angebracht werden, ohne sie zu schädigen.

Genutztes Plastik wird recycelt

Die Verwandlung von Plastikfolien in Kunstwerke ist eine der Spezialitäten des gebürtigen Briten. Das beweist derzeit eine Sonderausstellung im Haus Hanischallee der Erzgebirgssparkasse. Haben die Folien für den Irrgarten ausgedient, werden aus ihnen Sitzmöbel oder ähnliches hergestellt. "Wir werden hier keinen Plastikmüll produzieren", betonte sein Manager Sven Müller.

In den Irrgarten wollen die Visionäre unter anderem einen kleinen Springbrunnen, mehrere Bühnen und weitere Attraktionen integrieren. Das soll verschiedene Veranstaltungen ermöglichen.

Irrgarten soll in idyllischer Umgebung errichtet werden

Zum Projekt gehört auch die Erhöhung der Artenvielfalt in Bezug auf Gehölze und Sträucher auf der Fläche. Derzeit herrschen hier Fichten, Buchen und Lärchen vor. Der Wald befindet sich am Fuße der idyllischen Morgensternhöhe. Zum bei Wanderern und Radfahrern beliebten Schwarzwassertal ist es von hier aus ebenfalls nicht weit. Vor kurzem hatte Sven Müller das Projekt vor Vertretern aus den Bereichen Verwaltung und Tourismus präsentiert.

Im Gespräch mit ihnen waren sie auch auf verschiedene Probleme gestoßen. Dazu zählt auch die Notwendigkeit von ausreichend Parkflächen. Dennoch zeigen sich die Protagonisten zuversichtlich, ihr Projekt in Abstimmung mit den Behörden realisieren zu können.