Voller Freude: Darum hat das Deutsche Enduromuseum im Erzgebirge einen Grund zum Feiern

Dank Geburtstagskind Marcus Schachtschneider und seinen Mitstreitern ist aus dem alten Zschopauer MZ-Werk ein Anlaufpunkt für viele Motorrad-Fans mit vielen Hinguckern geworden

Zschopau

Seit gut drei Jahren gibt es im Zschopauer Enduromuseum jeden Freitag einen Stammtisch, der für viele ehemalige Motorsportler und Fans zu einem Muss geworden ist. Trotz seiner mittlerweile 91 Jahre ist auch Woldemar Lange meistens dabei, wenn über Erlebnisse längst vergangener Zeiten gesprochen wird.

Genauso geht es in der Runde aber auch um die Zukunft, betont der einstige Geländefahrer aus Waldkirchen. Zum Beispiel wird in der Runde gerade eine kleine Party geplant, um den 60. Geburtstag von Marcus Schachtschneider nachträglich zu feiern. Damit soll zugleich das Wirken des Mannes gewürdigt werden, der an der Entstehung des Museums großen Anteil hatte.

Eine einmalige Konstellation

„Marcus ist der Mann, der mit seinen Förderern aus dem Westen kam und das Projekt anging“, sagt Lange über die „mit viel Sachverstand und Einsatz geschaffene Oase für alle Motorrad-Interessierten“. Ein solches Enduro- und Technikmuseum ausgerechnet im alten MZ-Werk aufzubauen, das einstmals das größte Motorradwerk überhaupt war, sei eine „einmalige Konstellation, um diese großartige Erinnerungskultur zu erhalten“.

Dabei verschweigt Lange nicht, dass „infolge der großen Enttäuschungen über die westlichen Investoren der Nachwendezeit bei MZ“ anfangs auch Skepsis gab.

Entwicklung schreitet kontinuierlich voran

Allen sei aber bald klar geworden: „Der meint es ehrlich, der hat Ahnung, der geht das Projekt mit größtem Einsatz an.“ Nach der Gründung des Fördervereins im Dezember 2020 schritten die Arbeiten im ehemaligen MZ-Werk immer weiter voran. Am 15. Mai 2022 wurde das Deutsche Enduromuseum schließlich eröffnet – und ist seither kontinuierlich gewachsen. Aus 117 Motorrädern sind inzwischen etwa 250 geworden.

Und auch andere Ausstellungsstücke werden präsentiert. Dazu auch bewegte Bilder, zumal das Museum gerade von Bernd Hösel umfangreiches Videomaterial des MZ-Filmzirkels erhalten hat. Bestaunt werden solche Zeitzeugnisse von Menschen aus der ganzen Welt, so wurden in diesem Jahr zum Beispiel auch schon aus Norwegen, Japan und Australien Museumsbesucher begrüßt.

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