Vom Fußballer zum Bodybuilder: Erzgebirger lässt seine Muskeln spielen

Gleich bei seinem ersten Wettkampf in England hat Justin Klitzke aus Königswalde einen Sieg erkämpft

Königswalde

Mit Justin Klitzke wird ein Sportler aus dem Erzgebirge am Samstag beim NPC Massive Soldier in Berlin an den Start gehen.

Vom Fußball zum Bodybuilding

Der Wettkampf hat nichts mit dem Beruf des 30-jährigen Königswalders zu tun, der in der Marienberger Kaserne als Personalfeldwebel arbeitet. Vielmehr handelt es sich beim gastgebenden National Physique Committee (NPC) um den größten Bodybuilding-Verband der Welt. Und genau dieser Sportart hat sich Klitzke verschrieben, nachdem er über viele Jahre hinweg als Fußballer beim VfB Annaberg aktiv war.

Seit 13 Jahren an den Geräten

„Seit meinem fünften Lebensjahr habe ich Fußball gespielt“, sagt Klitzke, der Ende 2024 seine Laufbahn auf dem Rasen beendete. Schon da spielte das runde Leder für ihn aber nur noch eine Nebenrolle. „Irgendwann war es nicht mehr möglich beides auszuüben, Bodybuilding hat eine zu große Rolle eingenommen“, erklärt der Soldat, für den die Muskeln immer wichtiger wurden. „Seit 13 Jahren bin ich quasi durchgehend am Trainieren. Meine längste Pause waren arbeitsbedingt mal fünf Tage“, sagt Klitzke, der mit Unterstützung seiner Freundin den gesamten Alltag am Sport ausrichtet.

Tagesablauf streng geregelt

Morgens steht der Erzgebirger immer 4 Uhr auf, um sich dem Cardio-Training zu widmen. An die Kraftgeräte geht es meistens abends nach der Arbeit, ehe bereits 20.30 Uhr Bettruhe angesagt ist.

Disziplin bei Ernährung und Vorbereitung

Dazwischen gibt es auch einen strikten Ernährungsplan mit Reis, Kartoffeln, Hühnchen und Gemüse. Ab Oktober 2025 war eine besonders strenge Diät angesagt, denn da begann die Vorbereitung auf seinen ersten Wettkampf.

Gold beim Debüt – nächstes Ziel Berlin

Diesen hat Justin Klitzke nun in Birmingham absolviert, wo er in der Klasse bis 1,70 Kilogramm Körpergröße sensationell Gold gewann. „Damit hätte ich nie gerechnet“, sagt der 30-Jährige, der nun in Berlin - vor den Augen vieler Familienangehöriger und Freunde - noch einmal gut abschneiden will. Ob er danach weitere Wettkämpfe bestreitet, wird sich erst noch zeigen

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