Vom Keller bis zum Dach

Baumaßnahme Brandschutz im Kulturhaus im Fokus

Im Auer Kulturhaus wird derzeit viel Staub aufgewirbelt. Dort bewegt man sich in der heißen Phase, was die brandschutztechnische Ertüchtigung des Gebäudes angeht. Bis 28. November muss alles fertig sein, denn bereits einen Tag später will man mit einem Konzert des Blema-Chores wieder ins Programm einsteigen. Darauf mussten Kulturfans jetzt lange warten, denn das Kulturhaus ist seit 21. Juli aufgrund der Baumaßnahmen geschlossen. Kulturhausleiter Steffen Georgi gibt zu: "Das ist ein sportlicher Zeitplan, den wir aufgestellt haben, doch es ist schaffbar." Im Kulturhaus wird vom Keller bis zum Dach gewirbelt - verschiedene Gewerke sind zu Gange. "Die Handwerker laufen auf 110 Prozent, mehr geht nicht", sagt Georgi. Schaut man sich im Kulturhaus um, ist es schwer zu glauben, dass kommende Woche wieder Besucher ein und ausgehen. Doch Steffen Georgi ist er guter Dinge, das alles rechtzeitig fertig wird und man sich endlich wieder auf das Kerngeschäft des Hauses konzentrieren kann. Das Brandschutzkonzept wurde 2009/2010 erarbeitet und in den letzten Jahren abschnittweise umgesetzt. Die Liste der Einzelmaßnahmen ist unendlich lang. Darauf stehen Dinge, wie Brandschutztor und Entrauchung, Flucht- und Rettungswege, Brandschutztüren, Brandmeldeanlage und Rauchschürzen. Zudem hat man die Elektroinstallation ertüchtigt und die Notstrom-Versorgung realisiert. Im Bereich der Galerie wurde die gesamte Decke abgebrochen. Genau darüber ist der große Saal. "Die Decke muss eine F90-Qualität haben. Das heißt, sie muss im Brandfall 90 Minuten Stand halten", erklärt Georgi. Die meisten Maßnahmen laufen im Verborgenen und werden für Besucher nicht augenscheinlich sein. Steffen Georgi: "Es passieren gigantische Dinge im Keller und im Dachgeschoss." Gebaut wird wirklich an allen Ecken und Enden. Im Dachbereich werden Entrauchungskanäle einschließlich Ventilatoren und Lüftungshauben verbaut und im Keller mussten Sanitäranlagen verlegt werden, um Raum für das Notstrom-Aggregat zu schaffen. Handwerker haben bis nächste Woche noch alle Hände voll zu tun.