Vom Rallyefahrer zum Mitorganisator und wieder zurück zum Rallyefahrer

Motorsport Veit König mit Achtungserfolg bei der Rallye Erzgebirge

Stollberg. 

Stollberg. Seit vielen Jahren gehört Veit König zur deutschen Rallye-Szene - mal mit mehr, mal mit weniger Engagement. Als am letzten Wochenende die Kult-Rallye Erzgebirge zum nun schon 56. Mal ausgetragen wurde, saß der 50-jährige Zschopauer wieder hinterm Steuer und durfte sich am Ende zusammen mit seinem Co-Piloten Dr. Henry Wichura aus Berlin unter den 65 gestarteten Paarungen über den sehr guten elften Gesamtrang sowie den Sieg in der Division 3 freuen.

Selbstverständlich war sein aktives Mitwirken nicht, denn vor zwei Jahren ist er mit einem Fast-Herzinfarkt dem Tode gerade noch einmal von der Schippe gesprungen. Von da an musste er sein Leben komplett um- und aufstellen. Aus seinem Suzuki-Autohaus in Gornau zog er sich zurück und trat auch motorsportlich kürzer. Eines seiner Ziele vor seinem "Gesundheitscrash" war, eine Wertungsprüfung der "Erze", wie sie meist liebevoll nur genannt wird, ganz in die Nähe der Motorradstadt Zschopau zu holen, was ihm als Mitorganisator im vorigen Jahr gelang.

Als Rallyefahrer hatte er aber ebenfalls noch einen langgehegten Wunsch. Während er meist im eigenen relativ zahmen Suzuki Swift Sport unterwegs ist, hat auch der japanische Hersteller einen speziellen reinrassigen Rallye-Boliden im Sortiment - einen Swift Sport Super 1600. Genau solch einen organisierte er sich bei seinen österreichischen Freunden von Zellhöfer Motorsport und mischte mit ihm nun die diesjährige Rallye Erzgebirge regelrecht auf. Neben dem erwähnten elften Gesamtrang sowie Divisionssieg wurde er im für ihn unbekannten Auto im Dauerregen und somit auf extrem rutschigem Geläuf zweitbester Fronttriebler-Pilot und ließ dabei so manchen Allradler hinter sich. "Ich hatte Top 15 als Ziel, also habe mein Ziel zu einhundert Prozent erfüllt", resümierte er anschließend.