Vom Streckenposten zum Lizenzrennfahrer

portrait Klaus Pellert ist seit 60 Jahren passionierter Rennsportler

vom-streckenposten-zum-lizenzrennfahrer
Für Klaus Pellert war es bereits die dritte ADAC Sachsenring- Classic mit jener MZ RE 125 mit technischem Stand von 1972, die der 79-jährige vor zwei Jahren nach Jahrelanger Arbeit wieder auf die Beine stellte. Foto: Thomas Fritzsch

Annaberg-Buchholz. Das Jahr 1957 hat für Klaus Pellert eine außerordentliche Bedeutung. Denn seit einem Ausflug an den Sachsenring in jenem Jahr hat den Annaberg-Buchholzer das Rennsportfieber gepackt. Schon kurze Zeit später schwenkte er als Streckenbeobachter an der Rennstrecke die Flagge. "Meine Position war an der ersten Rechtskurve unmittelbar nach der Start-Ziel-Geraden", erinnert sich der Diplom-Ingenieur auch nach 60 Jahren noch genau.

Doch was Klaus Pellert wirklich wollte, war selbst im Sattel einer Rennmaschine zu sitzen. Mit einer MZ-Rennmaschine waren es in den Anfangsjahren zunächst Rennen in der 125er-Ausweisklasse. Dann kam das Jahr 1963, dass dem ehrgeizigen Mitglied des MC Zschopau die Chance eröffnete, in der Weltmeisterschaft gegen die Weltbesten anzutreten. Ab da war der Sachsenring für zehn Jahre und bei zehn WM-Läufen das internationale Terrain des erfolgreichen Rennfahrers, zwei weitere Jahre folgten auf nationaler Ebene, denn 1972 endete vorerst die Serie der Weltmeisterschaftsläufe auf dem Sachsenring.

Kein Pellert - keine Zuschauer

"Nach dem WM-Aus gab es im Folgejahr massive Einbrüche bei den Zuschauerzahlen. Erst Jahre später hat sich das wieder etwas stabilisiert", erinnert sich der Rennfahrer, der seine Karriere in der Zeit an den Nagel hängte. Im Jahr 1986 eröffnete der Kfz-Elektrik-Meister in seiner Heimatstadt eine Werkstatt für Autotechnik und -elektrik, in der er ganz und gar aufging. Nichtsdestotrotz blieb er mit dem Sachsenring eng verbunden, als technischer Kommissar bis 1990. Seit 14 Jahren mittlerweile zieht es Pellert wieder selbst in den Sattel. "Es war eine ganz tolle, gelungene Veranstaltung. Durch den Veranstalter war es bestens organisiert", so der 79-Jährige.