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Von 100 auf 0: Langer Trainingsausfall wirft Auer Ringer zurück

Ringen Sportler aus vollem Training heraus ausgebremst

Aue. 

Aue. Bei den Ringern des FC Erzgebirge Aue steht, wie bei anderen Sportlern auch, der Trainings- und Wettkampfbetrieb still. Trainer Björn Schöniger selbst hält sich in der Corona-Zeit fit, indem er viel Rad fährt, laufen geht und Krafttraining absolviert. Für die Sportler, die er betreut, hat er, quasi fürs Homeoffice, einen Trainingsplan erstellt mit Grund- und Laufübungen. "Aber das ist eben nicht das Gleiche, als wenn wir im Team trainieren. Das ist ein ganz anderes Training", so Schöniger.

Dabei hatten sich 17 Teilnehmer für die deutsche Meisterschaft qualifiziert

Negativ an der ganzen Situation sei, dass die Sportler in der Luft hängen: "Wir haben lange trainiert, weil wir jetzt im Frühjahr mit den Deutschen Meisterschaften einen Wettkampfhöhepunkt gehabt hätten. Wir wären in diesem Jahr mit 17 Teilnehmern von der Jugend bis in den Männer- und Frauenbereich angetreten. Das sich so viele Sportler qualifiziert haben für eine Deutsche Meisterschaft, das ist für uns als Verein eine Rekordzahl." Fünf- bis sechsmal in der Woche haben die Sportler hart gearbeitet, um gut vorbereitet zu sein. Da sei es natürlich schade, dass die Meisterschaften verschoben sind. Es könne sogar passieren, so Schöniger, dass die Meisterschaften dieses Jahr komplett ausfallen: "Das wäre der Genickbruch für jeden Sportler.

Man kann sich nur fit halten

Wir betreiben den Sport nicht fürs Geld, sondern weil es uns Spaß macht und wir uns im Team wohlfühlen." Der Trainingsausfall wirft die Sportler zurück. "Zwei Wochen ohne Training im Leistungssport steckt der Körper weg und kann es kompensieren. Alles darüber hinausgeht, bedeutet Abbau." Und wenn es morgen losgehen würde? "Man baut innerhalb einer Woche ziemlich schnell ab und man braucht das doppelte an Zeit, um das wieder aufzuholen. Bei vielen Sachen muss man mit den Grundlagen wieder anfangen und gerade bei den Jüngsten werden wir wahrscheinlich bei einigen Sportlern wieder ganz bei null anfangen."

Aktuell kann man nichts ändern an der Situation. Man könne nur versuchen sich fit zu halten und das Beste daraus zu machen. Was die Bundesliga angeht, so hat man den Start, in der Hoffnung, dann beginnen zu können, auf Oktober verschoben.

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