Von Habit-Träger und Bergmusikant

Konzept Advent ist die Zeit der Bergparaden im Erzgebirge

Die Adventszeit ist auch die Zeit der Bergparaden und Bergaufzüge. Mitgliedsvereine des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten,- und Knappenvereine sind vielerorts unterwegs. Eine der traditionsreichsten Bergparade ist ohne Zweifel die in Schneeberg. Dort sind jetzt zum Lichtelfest 22 Vereine zusammengekommen. Die Parade, in die Neustädtel gestartet ist und bis in die Innenstadt lief, zählte insgesamt 552 Teilnehmer - 360 Habit-Träger und 192 Bergmusikanten. Und auch an diesem Wochenende ist man wieder unterwegs: am Samstag 14 Uhr in Zwickau und 17 Uhr in Schwarzenberg. Am Sonntag geht es nach Marienberg (14 Uhr), Auerbach im Vogtland (14:30 Uhr) und nach Lößnitz (17 Uhr.) Ray Lätzsch ist der Vorsitzende der Bergbrüderschaft "Schneeberger Bergparade" und gleichzeitig auch stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes. Er sagt: "Wir sind im Advent wirklich viel unterwegs, kommen in die verschiedensten Städte, aber von den Weihnachtsmärkten an sich bekommen wir leider nicht viel mit. Wir kommen mit dem Bus an, stellen uns zur Parade, laufen die Strecke ab und fahren dann schon wieder weiter." Für RayLätzsch ist Schneeberg Heimspiel: "Das ist immer etwas Besonderes. Generell Paraden, die in der Dunkelheit stattfinden. Schneeberg ist eine davon." Dass Paraden auch außerhalb des Erzgebirges laufen, sieht der Schneeberger nicht etwa kritisch. "Ich sehe uns als Botschafter des Erzgebirges. Wir machen auf die Traditionen aufmerksam und machen zugleich neugierig auf die Region." Das richtige Flair gibt es aber nur im Erzgebirge in den Bergstädten. Es sei immer ein eindrucksvolles Ambiente, sagt Ray Lätzsch. Eins ist in allen Regionen gleich, durch die Bergparaden ziehen die Habit-Träger und Bergmusikanten die Blicke unweigerlich auf sich. Lätzsch meint: "Die Paradeteilnehmer sind Leute, die bergmännisches Brauchtum pflegen und nicht vergessen haben, wo das Land Sachsen seine Wurzeln hat."