Von wegen Männersache!

Autos Mechanikerin Sue Fröhlich bereitet in Zwönitz Oldtimer auf

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Die 19-jährige Sue Fröhlich verwandelt im Zwönitzer Restaurationsbetrieb Werner Zinke schrottreife Oldtimer in funkelnde Schmuckstücke . Foto: Georg Dostmann

Zwönitz. Sue Fröhlich hat bereits als Kind lieber mit Autos und Lego anstatt mit Puppen gespielt. Ihre Leidenschaft für Fahrzeuge hat sich die 19-Jährige zum Beruf gemacht. Seit September 2014 macht sie im Betrieb "Technische Restauration Werner Zinke" in Zwönitz ihre Ausbildung zur Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerin in der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik.

Auf der Arbeit setzt sie täglich die Karosserie von Oldtimern instand. In der neunten Klasse hat sie bereits in derselben Firma ein Praktikum absolviert, auf das sie durch einen Freund aufmerksam wurde. Bereits während des Praktikums wurde sie gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, eine Ausbildung in der Firma zu machen.

Die erste in der Klasse

"Damit war ich die Erste in meiner damaligen Klasse, die einen Ausbildungsvertrag in der Tasche hatte. Im Sommer nächsten Jahres habe ich ausgelernt und werde aller Voraussicht nach auch übernommen, da viele ältere Personen in der Firma aufgehört haben", sagt Sue Fröhlich.

An erster Stelle stand für die 19-Jährige bei der Berufswahl, dass sie gutes Geld verdient. Außerdem wollte sie einen Job haben, bei dem sie sich bewegen kann. Die Restauration von Oldtimern findet Sue Fröhlich besonders spannend, da sie immer ein anderes Auto instand setzt und jedes Fahrzeug eine neue Herausforderung ist.

Bauen ja - fahren eher nicht?

"Bisher bin ich noch nie einen Oldtimer gefahren und ich stelle es mir auch sehr schwierig vor, da die Autos noch einfachste Technik an Bord haben und beispielsweise nicht einmal über eine Servolenkung verfügen", sagt Sue Fröhlich.

Die 19-Jährige ist das einzige Mädchen in ihrem Jahrgang aus ganz Sachsen, das diesen Beruf erlernt. Sie sagt und lacht: "Auch in meinem Betrieb habe ich fast nur mit Männern zu tun und muss mir bis heute noch von einigen Kollegen Frauenwitze gefallen lassen."