Vorsicht: Vermeintliche Betrüger geben sich als Spendensammler aus

Polizei Vermehrte Meldungen über "untypische" Spendensammler

Rochlitz. 

Rochlitz. Beamten des Polizeireviers Rochlitz gingen am Donnerstagabend einem Hinweis bezüglich besonders aufdringlicher Spendensammler nach.

Kurz darauf konnten die Beamten das beschriebene Duo in der Wohnung eines jungen Mannes in der Oberen Lindenbergstraße feststellen.

Die 33 und 35-jährigen waren als Mitarbeiter einer Agentur im Auftrag eines Hilfedienstes unterwegs, um Spenden zu sammeln. Gegen den 35-Jährigen lag ein Haftbefehl vor, sodass er daraufhin in eine JVA gebracht wurde.

Unerwarteterweise endete der Nachmittag auch für den Mieter der Wohnung mit einer Strafanzeige. Die Beamten stießen vor Ort auf Konsumutensilien für Betäubungsmittel und rund 30 Cliptütchen mit Betäubungsmittelresten. Der junge Mann muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes verantworten.

Weitere Personen meldeten ähnliches Vorgehen von "Spendensammlern" in Waldheim, Hartha und Geringswalde. Das Auftreten der Spendensammler wurde mehrfach als forsch und untypisch beschrieben. Unter anderem sollen die Personen nach Geld und Wertsachen im Haushalt gefragt haben. Die Polizei prüft derzeit einen Fall, bei dem es womöglich zu einem Diebstahl aus einer Wohnung kam.

Die Polizei rät:

Entscheiden Sie in Ruhe, ob und wann Sie für Projekte oder Organisationen spenden wollen. Lassen Sie sich von Spendensammlern nicht unter Druck setzen. Seriöse Spendensammler können eine Legitimation vorweisen. Fragen Sie bei Zweifeln an der Seriosität selbst bei der benannten Organisation nach oder informieren Sie sich beispielsweise im Internet oder bei einer Verbraucherzentrale über die Organisation.