Während Jubiläum: Feuerwehr im Erzgebirge ist gleich zweimal gefordert

Das 150-jährige Bestehen der Wolkensteiner Wehr wurde mit einem bunten Programm gefeiert - inklusive Überraschungen

Wolkenstein

Gerade als die Freiwillige Feuerwehr Wolkenstein ihr 150-jähriges Bestehen feierte - und dazu noch den 25. Geburtstag des Fördervereins - wurde es hektisch. Während des insgesamt dreitägigen Jubiläums kam es gleich zu zwei Einsätzen.

PKW prallt scheinbar gegen Baum

Einer davon war geplant, denn bei einer Schauübung wollten die Kameraden dem großes Publikum ihre Technik und ihr Können präsentieren. Der vermeintliche Unfall direkt neben dem Gerätehaus, wo ein PKW scheinbar gegen einen Baum geprallt war, diente lediglich Vorführungszwecken. „Eine eingeklemmte Person wurde von Einsatzkräften mit Schere und Spreizer befreit“, erklärt Wehrleiter Lars Neubert, der aber noch mit einem spontanen Einsatz umgehen musste.

Drehleiter wird auf dem Markt gebraucht

Zum Glück hatten die Wolkensteiner auf dem Marktplatz eine große Präsentation mit Blaulichtmeile und Technikpräsentation organisiert. So wurde es nämlich möglich, die Drehleiter der Buchholzer Wehr für eine „Rettung“ in luftiger Höhe zu nutzen.

Gefährlich wurde es auch in diesem Fall nicht, denn es ging um die Spitze des Wolkensteiner Maibaums. Weil dessen Spitze recht verdorrt war, wurde sie kurzerhand ausgetauscht. „Das war vorher nicht geplant“, gesteht Neubert, dem aber auch dieser Einsatz in die Karten spielte. Schließlich wurde den zahlreichen Besuchern des Jubiläums eine weitere interessante Aktion geboten, die es so nur selten zu erleben gibt.

Für die Zukunft gerüstet

Ebenso wurde in musikalischer und kultureller Hinsicht viel geboten. Beispielsweise durch eine Ausstellung, die nicht nur viele Zeitzeugnisse aus der Historie bot, sondern auch 1300 Modell-Feuerwehrfahrzeuge aus einer einzigartigen Sammlung von Andreas Reichel.

Der 47-jährige Wolkensteiner fungiert kümmert sich auch um die großen Fahrzeuge und ist als Gerätewart eins von 27 aktiven Mitgliedern der Wolkensteiner Wehr. „Damit können wir ganz zufrieden sein“, sagt Neubert, der die Jugendwehr mit 20 Kindern und Jugendlichen aber noch besser aufgestellt sieht. Bald könnte sogar noch eine Bambinigruppe im Vorschulalter dazukommen.

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