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Wanderer erobern die Salzstraße

Freizeit Förderverein lädt zur Grenzüberschreitenden Traditionswanderung ein

Am kommenden Samstag gibt es für Wanderfreunde die nächste Gelegenheit den Rucksack zu schnüren. Denn dann organisiert der Förderverein Schloss Schlettau die bereits 19. Grenzüberschreitende Traditionswanderung vom Schloss Schlettau zur Burg Hassenstein in Böhmen, entlang dem Plateau des Erzgebirgskammes auf der alten Handels- und Salzstraße. Im oberen Erzgebirge, auch als Miriquidi (Dunkelwald) bezeichnet, entstanden im 12. Jahrhundert die ersten Siedlungen an den alten Handels- und Salzstraßen. Eine der ersten Handelswege führte über den Erzgebirgskamm von Halle nach Prag über den Preßnitzer Pass. Auch Schlettau gehört zu den ältesten Siedlungen des oberen Erzgebirges an diesem Handelsweg. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt erfolgte im Jahre 1351, als der böhmische König Karl IV. die Herren Friedrich und Bernhard von Schönburg mit der Herrschaft Schlettau, der Burg Hassenstein und der Herrschaft Preßnitz belehnte. Dieser historische Hintergrund lieferte die Idee, eine Wanderung auf den alten Pfaden der Salzstraße ins Leben zu rufen. Dabei spielt auch der grenzüberschreitende Charakter der Wanderung sowie der gemeinsame europäische Gedanke zwischen den Ländern eine maßgebliche Rolle. Der Förderverein Schloss Schlettau organisiert seit 1997 diese grenzüberschreitende Wanderung in der Euroregion Erzgebirge. Frank Eberlein, Stellvertretender Vorsitzender des Schlossfördervereins informiert: "Der Startschuss am Samstag für die normale Strecke (40 km) fällt von 7 - 8 Uhr sowie für Radwanderer (80 km) von 8 - 8.30 Uhr ab Schloss Schlettau. Von 11 - 12 Uhr starten die Wanderer der Halbetappe (20 km) ab Grenzübergang Jöhstadt / Cerny Potok. Die Route führt von Schloss Schlettau über Cranzahl, Bärenstein, Kühberg zum Grenzübergang Jöhstadt / Cerny Potok, Krystofovy Hamry, Vysluni, Sobetice zur Burg Hassenstein. Die Rückfahrt erfolgt mit dem Bus nach Schlettau. Infos www.schloss-schlettau.de.