Wandertourismus wächst

Ehrenamt Deutscher Wanderverband fordert mehr Anerkennung für Mitglieder

Anlässlich des 25. Jahrestages der Brockenöffnung am 3. Dezember 1989 fordert der Deutsche Wanderverband in der "Brockenerklärung" mehr öffentliche Anerkennung für die unter seinem Dach organisierten Menschen. Ohne diese Anerkennung sei ehrenamtliches Engagement künftig kaum noch möglich.

Unmittelbar nach Grenzöffnung vor 25 Jahren machten sich Ehrenamtliche in ganz Deutschland daran, die Wanderwege in Ost und West zu verknüpfen, zu markieren und mit Infotafeln auszustatten. Dazu kommen Tausende fachkundig geführte thematische Wanderungen. Bis heute führt zum Beispiel der „Harzklub“ als regionaler Wanderverein Besucher auf den Brocken und erinnert dabei an die Maueröffnung auf Norddeutschlands höchstem Berg.

All dies erfährt jedoch kaum Anerkennung. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV): „Die Infrastruktur- und Erinnerungsarbeit der vielen Tausend Menschen in den Mitgliedsvereinen des Deutschen Wanderverbandes wird öffentlich nicht gebührend gewürdigt.“ Dies gelte auch für das Engagement der rund 600.000 unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes organisierten Menschen hinsichtlich Naturschutz, Kultur, Jugend und Tourismus. „Ohne ehrenamtliches Engagement ist der gerade wachsende Wandertourismus in Deutschland, insbesondere in den ländlichen Regionen, nicht denkbar“, so der DWV-Präsident.

Die Grundlagen dafür schaffen rund 20.000 ehrenamtlich arbeitende Wanderwegezeichner. Sie kümmern sich um etwa 200.000 Kilometer Wanderwege und sind dafür über 350.000 Stunden jährlich unterwegs. So wünscht sich der Verband, dass den Wandervereinen ein Teil ihrer finanziellen Aufwendungen etwa in der Wanderwegearbeit durch Länder, Städte oder Landkreise erstattet wird.