Warum Bäume fällen auch Naturschutz sein kann

Arbeitseinsatz Seltene Farne in Ansprunger Biotop brauchen viel Licht zum Wachsen

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Jürgen Glaß aus Gelenau, Claudia Thiele aus Marienberg, Nikolaus Schaller aus Zöblitz und Gert Fritzsch (v.l.) am Rand der Ansprunger Serpentinsteinhalden. Foto: Jan Görner

Ansprung. Die Beseitigung von Bäumen kann ganz aktiver Naturschutz sein. Das versicherte Nikolaus Schaller am Samstag während eines Arbeitseinsatzes des NABU Mittleres Erzgebirge auf den Ansprunger Serpentinsteinhalden. Im Laufe der Jahrhunderte ist hier ein einzigartiges Biotop entstanden.

Ein Einsatz für die Artenvielfalt

Hier gedeihen Pflanzenarten, die mittlerweile auf der ganzen Welt sehr selten sind und daher besonderen Schutzes bedürfen. Dazu zählen das Serpentinsteinstreifenfarn, der Braun-Grüne Serpentinsteinfarn und der Keilblättrige Streifenfarn. Sie gedeihen nur auf Serpentinit. Außerdem leben in den kleinen Teichen und Tümpeln verschiedene Amphibien wie der Kammmolch und der Bergmolch. Auch die Kreuzotter ist hier noch zu Hause.

Zur Erhaltung des Biotops entfernten die Teilnehmer des Arbeitseinsatzes nicht nur Äste aus den Gewässern. Sie entfernten vor allem junge Birken und Eschen mit Haumessern, Astscheren und der Kettensäge. "Die seltenen Farne brauchen viel Licht. Deshalb müssen die Bäume regelmäßig weichen", erläuterte Nikolaus Schaller. Die nächsten Einsätze plant der NABU an den Sieben Teichen zwischen Forchheim und Dörnthal sowie am Hofteich in Großrückerswalde. Die Termine dafür können potenzielle Helfer der Homepage des NABU Mittleres Erzgebirge entnehmen.