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Chemnitz

Warum eigentlich Reformationstag?

Tradition Beliebtes Gebäck zum Feiertag symbolisiert die Lutherrose

Erzgebirge. 

Erzgebirge. Man nehme Mehl, Hefe, Zucker, Milch, Butter, Mandeln, Rosinen, Zitronenschale, Zitronat, Konfitüre sowie Puderzucker und fertig ist der Teig für Reformationsbrötchen. Ob nun selbst gebacken oder gekauft - dieses Traditionsgebäck kommt am 31. Oktober bei vielen Familien auf den Tisch. Warum? Wir feiern Reformation. An diesem Tag im Jahre 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an das Tor der Kirche in Wittenberg. Er hatte zu seiner Zeit seine Schriften mit der sogenannten Lutherrose in der Art eines Stempels versehen, um sie als von ihm stammendes Original zu kennzeichnen.

So geschah es damals

Und so soll es sich damals zugetragen haben: Der Augustinermönch Martin Luther nagelte mit lauten Hammerschlägen ein großes Plakat an die Türen der Schlosskirche und beschwerte sich über die Zustände in der katholischen Kirche, besonders über Ablasshandel und Seelenkrämerei. Er schlug seine 95 Thesen an, um eine akademische Diskussion anzuzetteln. Die Wirkung war weit größer, als er angenommen hatte. Er setzte damit die Reformationsbewegung in Gang, welche die Kirche in eine katholische und eine evangelische spalten sollte. Diese Spaltung lag nicht im Interesse Luthers. Doch somit veränderte sich die Welt. Erst 150 Jahre nach Luthers Thesenanschlag feierten die Protestanten das Reformationsfest zum ersten Mal.

Außer den oben genannten Brötchen in Form der Lutherrose gibt es keine Bräuche zum Reformationstag. Für uns ist der 31. Oktober ein Feiertag. Genauer gesagt, haben Nord- und Ostdeutschland frei. In diesen neun Bundesländern ist der Reformationstag, welcher 2018 auf einen Mittwoch fällt, ein Feiertag: Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.



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