Warum ein Eishockey-Team aus dem Erzgebirge als Räuchermann verewigt wird

Seiffener Freizeitmannschaft freut sich über ein außergewöhnliches Geschenk

Seiffen

Mit dem Namen Icecrackers spielt das Hobby-Team aus Seiffen eigentlich auf einen Nussknacker an. Anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Eishockey in Seiffen“ wurden die Puckjäger aus dem Spielzeugdorf nun aber in einer anderen Form verewigt, die trotzdem im Bereich erzgebirgischer Volkskunst anzusiedeln ist. Schließlich hat die im Ort ansässige Firma Kleinkunst Müller eigens für die Icecrackers einen Räuchermann entworfen, der beim Christmas Game der Seiffener erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Genaue Studien im Vorfeld

„Ich selbst habe ihn auch zum ersten Mal zu sehen bekommen“, sagt Team-Kapitän Mario Tischendorf, der den hölzernen Eishockeyspieler als äußerst gelungen bezeichnet. Kein Wunder, hat er sich doch im Vorfeld intensiv mit Designer Hendrik Neubert ausgetauscht. Sogar einen Helm hatte dieser mitgenommen, um dem Räuchermann das passende Outfit zu verschaffen. Heraus kam eine Figur, die ein hellblaues Trikot trägt und natürlich einen Eishockeyschläger in der Hand hält. Anlässlich des 20. Geburtstags wird es außerdem eine Sonderedition im schwarz-gelben Icecrackers-Trikot geben.

Verrückte Idee wird Realität

Beim Jubiläum wurde Mario Tischendorf außerdem mit der Ehrennadel des Kreissportbundes in Bronze ausgezeichnet. „Er ist eine Schlüsselfigur, ohne die es diesen Sport in unserem Ort nicht geben würde“, so Überbringerin Bettina Preußler von der Sportwelt Preußler. Entstanden war die verrückte Idee von einem eigenen Eishockey-Team vor zwei Jahrzehnten nach dem Besuch eines Profi-Spiels im tschechischen Litvinov. Kontakte in diese Eishockey-Hochburg bestehen bis heute.

Kein Sieger, aber trotzdem viel Feuer

So wurde im Christmas Game wieder gegen das Team Sindy aus Litvinov gespielt, das von Trainer Jiri Sindelar betreut wird, der auch in Seiffen schon viele Tipps gab. Einen Sieger gab es nicht zu bejubeln, da sich beide Teams wieder einmal remis trennten (9:9). Großen Beifall gab es trotzdem von den mehr als 250 Zuschauern - für die Spieler, eine Feuershow und die anschließende Eisdisco.

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